SAP gerät heute im Umfeld des branchenweiten KI-Ausverkaufs unter Druck: Die Aktie fällt um 3,5%. Reuters berichtet, dass die Verkaufswelle nach starken Verlusten an US- und asiatischen Technologiemärkten auch den DAX belastet. SAP zählt dem Bericht zufolge zu den betroffenen deutschen Werten.
Als Auslöser der Branchenbewegung nennt Reuters Sorgen über eine stärkere KI-Regulierung in den USA und mögliche Bremsen beim Rechenzentrumsausbau. Diese Belastungen betreffen das Marktumfeld und sind keine neue Unternehmensmeldung von SAP.
Softwarewerte bereits zuvor unter Druck
Schon am Dienstag hatte SAP gemeinsam mit anderen Softwarewerten nachgegeben. Medienberichten zufolge stand die Bewegung im Zusammenhang mit der gesenkten Umsatzprognose von TeamViewer für 2026. TeamViewer hatte einen Quartalsumsatz von 184 Millionen Euro gemeldet. Der Rückgang bei SAP wurde dabei dem Sektor und nicht eigenen Geschäftszahlen zugeordnet.
Cloud und KI als operativer Hintergrund
Am 28. Oktober kündigten SAP und NTT eine geplante Zusammenarbeit bei souveräner Cloud und SAP Business AI an. Zunächst wollen die Partner SAP Sovereign Cloud On-Site mit einer von NTT verwalteten Infrastruktur und deren Betrieb verbinden.
Vor rund zwei Wochen kündigte SAP zudem auf der SAP TechEd Erweiterungen für Joule Studio, Joule Work und die SAP Business AI Platform an. Dazu gehören neue Funktionen für den Bau und die Steuerung von KI-Agenten.
Bei den ebenfalls vor rund zwei Wochen veröffentlichten Quartalszahlen meldete SAP einen aktuellen Cloud-Auftragsbestand von 24,1 Milliarden Euro, ein Plus von 28%. Der Cloud-Umsatz stieg um 26%.
Der Gesamtumsatz legte um 13% zu. Zugleich aktualisierte SAP den Ausblick für Cloud-Umsatz sowie Cloud- und Softwareumsatz 2026.
Die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2026 will SAP am 28. Januar 2027 veröffentlichen. Die Investor-Relations-Seite nennt dafür 06:00 Uhr CET.
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