SAP geriet am Freitag im Sog des breiten Ausverkaufs bei KI- und Halbleiterwerten unter Druck. Reuters berichtete über Sorgen vor möglichen Einschränkungen für KI-Rechenzentren und die KI-Branche nach US-Wahlerfolgen der Demokraten. Die SAP-Aktie verlor am Freitag 3,4%.
Laut Reuters griff die schwache US-Anlegerstimmung auf Europas Börsen über; einen spezifischen SAP-Auslöser nannte der Bericht nicht. Die Tagesschau verwies außerdem auf Zweifel an der Rentabilität der milliardenschweren KI-Investitionen als Hintergrund des weltweiten Abverkaufs.
SAP baut sein KI-Angebot aus
SAP selbst hatte am 27. Oktober auf der TechEd neue Funktionen für Joule Work, Joule Studio und die SAP Business AI Platform angekündigt. Dazu gehören Werkzeuge, mit denen Entwickler KI-Agenten erstellen und steuern können. Zudem stellte das Unternehmen SAP-RPT-2.0 und SAP-RPT-TS vor.
Am 28. Oktober kündigten SAP und NTT Inc. eine geplante Zusammenarbeit zu SAP Sovereign Cloud und SAP Business AI an. Vorgesehen ist, SAPs Cloud-Angebot mit Infrastruktur und Betrieb von NTT zu kombinieren. Das Angebot soll sich an Kunden mit hohen Anforderungen an digitale Souveränität richten.
Modernisierung bleibt ein zentrales Thema
Ebenfalls am 28. Oktober stellte SAP vier KI-gestützte Migrations- und Modernisierungsassistenten für Early-Adopter-Kunden bereit. Sie unterstützen Datenmanagement, Testmanagement, die Modernisierung kundeneigenen Codes und die Geschäftskonfiguration.
Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie von Precisely und der Americas SAP Users Group beleuchtet die Herausforderungen solcher Umstellungen. Demnach hatten 67 % der befragten Unternehmen ihre S/4HANA-Migration ganz oder teilweise abgeschlossen. Individuelle Anpassungen in SAP ECC nannten 53 % als größte Migrationsherausforderung.
Die Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für Q4 und das Geschäftsjahr 2026 ist für den 28. Januar 2027 angekündigt. Die Analysten- und Investorenkonferenz soll um 07:00 Uhr MEZ beginnen.
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