SAP Aktie: Kartellamt genehmigt Dremio und Prior Labs

SAP bekommt grünes Licht für Übernahmen von Dremio und Prior Labs. Der Aktienkurs bleibt trotzdem nahe am Jahrestief.

Auf einen Blick:
  • Kartellamt genehmigt zwei SAP-Übernahmen
  • Dremio und Prior Labs stärken KI-Sparte
  • Aktienkurs nahe am Jahrestief von 130,80 Euro
  • Q2-Zahlen nächste Woche mit Spannung erwartet

Zwei Übernahmen, ein Ziel: SAP baut sein KI-Geschäft aus. Das Bundeskartellamt hat den Zukäufen von Dremio und Prior Labs zugestimmt – ausgerechnet in einer Woche, in der die Aktie auf Jahressicht rund ein Drittel ihres Werts verloren hat.

Zwei Bausteine für die KI-Strategie

Die Bonner Wettbewerbsbehörde hat SAP im Vorprüfverfahren freigegeben, das US-Unternehmen Dremio sowie die Freiburger Prior Labs GmbH zu übernehmen. Beide Deals zielen auf dasselbe Feld: Datenmanagement und KI-basierte Analyse.

Dremio hat sich auf sogenannte Data Lakehouses spezialisiert. Das 2015 gegründete Startup macht unstrukturierte Daten für Business Intelligence und KI-Anwendungen nutzbar. Prior Labs aus Freiburg ist deutlich jünger – erst 2024 gegründet – und entwickelt Tabular Foundation Models: vortrainierte KI-Modelle für strukturierte Tabellendaten.

Kartellamtspräsident Andreas Mundt begründete die Freigabe mit der wachsenden Bedeutung von Datenorganisation für agentische KI. SAP stärkt mit beiden Zukäufen genau diese Position.

Keine Bedenken trotz Marktmacht im ERP-Geschäft

Die Behörde prüfte auch, ob SAP seine starke Stellung im ERP-Markt durch die Zukäufe ausbauen könnte. Sie fand dafür keine ausreichenden Anhaltspunkte. Eine vertiefte Prüfung war damit nicht nötig.

Geprüft wurden beide Fälle nach der Transaktionswertschwelle. Diese greift bei Kaufpreisen über 400 Millionen Euro, selbst wenn die Zielunternehmen in Deutschland noch kaum Umsatz erzielen. Das Amt stellte zudem fest: Dremio und Prior Labs treffen in ihren jungen Marktsegmenten auf mehrere leistungsfähige Wettbewerber.

Führungsumbau läuft parallel

Die Kartellfreigabe fällt in eine Phase tiefgreifender Umstrukturierung bei SAP. Zum 1. Juli hat CEO Christian Klein die Produktführung neu geordnet. Zwei neue Machtzentren entstehen: die Business AI Platform unter Philipp Herzig für die technologische Basis, und die Autonomous Suite unter Manoj Swaminathan für KI in Finanzen, Lieferkette und Personalwesen.

Der Umbau hat auch Konsequenzen für die Führungsspitze. Muhammad Alam, bisher Leiter der Produktentwicklung, verlässt das Unternehmen im Frühjahr 2027. Michael Ameling scheidet sofort aus.

Aktie nahe am Jahrestief, Zahlen stehen bevor

Am Kapitalmarkt zeigt sich derweil ein anderes Bild. Die SAP-Aktie schloss am Freitag bei 138,50 Euro, ein leichtes Plus von 0,13 Prozent. Auf Monatssicht steht dennoch ein Rückgang von 6,52 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn sogar von 31,44 Prozent.

Binnen zwölf Monaten hat das Papier 47,09 Prozent verloren. Damit liegt der Kurs 47,88 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 265,75 Euro aus dem Juli 2025. Zum erst im Juni markierten Jahrestief von 130,80 Euro sind es dagegen nur noch 5,89 Prozent Abstand – die Aktie bewegt sich also nahe ihrem Tiefpunkt.

Nächste Woche legt SAP die Zahlen für das zweite Quartal vor. Analysten erwarten im Schnitt ein Ergebnis je Aktie von 1,76 Euro, deutlich mehr als die 1,46 Euro im Vorjahr. Beim Umsatz rechnet der Markt mit rund 9,85 Milliarden Euro, ein Plus von 9,08 Prozent.

Die freigegebenen Übernahmen sollen die neu geordnete Produktarchitektur um Datenmanagement- und Analysefähigkeiten ergänzen. Ob das reicht, um den Kurs von seinem 200-Tage-Durchschnitt bei 178,70 Euro wegzubewegen, entscheidet sich auch an den Zahlen der kommenden Woche.

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 11. Juli liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)