Der Softwarekonzern SAP hat am Donnerstag seine Zahlen aus dem jüngsten Quartal vorgelegt – und sorgte für ein Kursdesaster. Um zeitweilig rund 17 Prozent brach die Aktie im Xetra-Handel bis auf 162,12 Euro ein, zugleich ein neues 12-Monatstief. Der Hintergrund: Das Cloudwachstum schwächt sich ab, was die Anleger offenbar erschrocken hat, während die Analysten allesamt zuversichtlich blieben. Wenngleich sie sich bis Freitagmorgen auf aktuell rund 168 Euro verbesserte: Dass die SAP-Aktie derart absackte, hat jetzt Konsequenzen.
SAP verliert Spitzenplatz an Siemens
Denn SAP hat nach der katastrophalen Börsenreaktion auf die Geschäftszahlen laut Medienberichten die Führungsrolle im Dax eingebüßt. „Jetzt ist Siemens das wertvollste deutsche Unternehmen“, meldete die FAZ. Erstmals seit dem Linde-Abschied von der Frankfurter Börse vor drei Jahren verliert SAP demnach den Platz an der Spitze.
- Die Siemens-Aktie liegt mit Kursen von 255 Euro nahe ihrem Rekordhoch, der Börsenwert stieg entsprechend auf rund 208 Milliarden Euro
- Softwareriese SAP hingegen hat auf Jahressicht knapp 40 Prozent abgegeben auf aktuell etwa 205 Milliarden Euro Marktkapitalisierung
Die Analysten können das nicht verstehen. Ob UBS, Jefferies oder Goldman Sachs, sie alle haben nach dem Quartalsbericht die Aktie von SAP zum Kauf empfohlen. Während die UBS das Kursziel von 270 Euro bestätigte, ein Kurspotenzial von gut 60 Prozent (insbesondere aufgrund des angekündigten, 10 Milliarden Euro schweren Aktienrückkaufprogramms), hat Goldman Sachs die Einstufung für SAP nach Zahlen mit einem Kursziel von sogar 320 Euro auf „Buy“ belassen.
SAP-Kursziele nach Zahlen bis 320 Euro
Dafür müsste sich die Aktie um satte 90 Prozent im Wert steigern. Goldman-Analyst Mohammed Moawalla rechnet mit „sehr moderat sinkenden Umsatzerwartungen für 2026“, wie er in einer ersten Reaktion schrieb. Am Ergebniskonsens für die Walldorfer dürfte sich kaum etwas ändern, meinte er. Die Anleger sahen das offenbar fundamental anders. Es war in der Tat der Tag der Wahrheit.
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