Die Aktie von SAP war noch hoffnungsvoll in den Juni gestartet, als sie von zuvor weniger als 150 auf bis zu 173 Euro gestiegen war. Es wirkt wie aus eine anderen Welt. Den Montag in Frankfurt beendeten die Papiere des Walldorfer Software-Konzerns bei nur noch 130,88 Euro. Damit hatte die SAP-Aktie nicht nur ein Viertel ihres Werts eingebüßt, es war der zugleich tiefste Stand seit Jahren. Ob sich der Niedergang an der Börse für die Papiere fortsetzen wird, ist schlicht nicht zu prognostizieren. Und daran wird sich einen Monat lang auch nichts ändern.
SAP: Keine Infos bis zu den Quartalszahlen
Denn erst am 23. Juli wird SAP um genau 22.05 Uhr seine Quartalszahlen vorlegen, wie der Konzern auf seiner Unternehmensseite angibt. Am Montag kam eine weitere Information dazu: „Vor der offiziellen Veröffentlichung am 23. Juli 2026 ist es uns nicht erlaubt, Informationen in Bezug auf die Ergebnisse oder voraussichtlichen Ergebnisse offenzulegen oder die Leistung von SAP zu kommentieren“, heißt es. Bei Anlegern ist also Geduld gefragt.
Sich bei seiner Anlege-Entscheidung bis dahin auf Analysten zu verlassen, ist allerdings keine gute Idee. Diese hatten sich mit ihren Einschätzungen bislang nicht gerade als Experten erwiesen, kein einziger. Laut marketscreener.com liegt das niedrigste Kursziel für SAP derzeit bei 154,99 Euro – und damit deutlich über dem aktuellen Kursstand. Zwei Häuser hatten erst am Freitag zum Kauf der Papiere aufgerufen:
- UBS: 205,00 Euro, +55,04%
- Berenberg Bank: 215,00 Euro, +62,61%
UBS erwartet verbesserte Marge bei SAP
Michael Briest von der schweizer Großbank UBS hatte SAP nach Gesprächen mit dem Management auf „Buy“ belassen. Der verlängerte Waffenstillstand im Nahen Osten und das amerikanisch-iranische Rahmenabkommen für ein Ende des Kriegs ließen die Ölpreise weiter fallen, was das Geschäftsumfeld für den Softwarekonzern wohl etwas verbessere, schrieb er am Freitagabend in einem Ausblick auf die Quartalszahlen. Er geht von einer weiteren Margenverbesserung aus, die aber weniger dynamisch als zum Jahresauftakt sein sollte.
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