In einem von neuen Zolldrohungen geprägten Handelsumfeld ist aktuell kaum ein Blumentopf zu gewinnen. Die schlechte, beinahe schon panische Stimmung bekommt auch die Aktie von SAP zu spüren, welche heute Morgen um weitere 1,8 Prozent bis auf nur noch 192,36 Euro am Vormittag abwertete.
Es setzt sich damit eine Abwärtsbewegung fort, die sich schon etwas länger beobachten lässt. Für Verkaufsdruck sorgen nicht nur geopolitische Sorgen, welche den Verfall des US-Dollar momentan weiter antreiben. SAP enttäuschte im dritten Quartal 2025 auch mit einem überraschen schwachen Cloud-Wachstum, das auf 22 Prozent absackte.
Kann SAP überraschen?
Diesbezüglich sehen die Analysten von Morgan Stanley aber Potenzial für angenehme Überraschung. Dort heißt es, dass die Cloud-Geschäfte von SAP im vierten Quartal vielleicht besser gelaufen sein könnten, als es die Marktakteure aktuell einpreisen. Impliziert wird mit solchen Worten, dass der Software-Anbieter bei seinen für Ende Januar erwarteten Zahlen eine positive Überraschung vorlegen könnte.
SAP Aktie Chart
In der gegenwärtigen Lage wäre es den Anlegern nur zu wünschen. Doch bleibt es auch bei diversen Risiken, die sich kaum übersehen lassen. Zölle sind für SAP als Softwareunternehmen zwar nicht die größte Sorge. Unangenehm könnte es aber werden, sollte die EU sich zu Gegenmaßnahmen genötigt fühlen und damit eine Eskalationsspirale in Gang setzen. Das könnte auch den Digitalsektor noch betreffen, wo die EU mit einen der größten Hebel gegenüber den USA haben.
Es bleibt unruhig
Da aktuell vollkommen unvorhersehbar ist, was auf der politischen Weltbühne weiter passieren mag, lassen sich auch die Folgen davon für SAP nicht abschätzen. Einrichten können Anlegerinnen und Anleger sich aber weiterhin auf viel Unruhe und ein Klima, in dem riskante Investments tendenziell weniger gefragt sind. Nach einer massiven Korrektur muss die SAP-Aktie dabei momentan ein Stück weit zu spekulativen Werten gezählt werden.
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