Die gute Nachricht vorweg: Nachdem die Aktie von SAP am Montag zeitweilig bis auf 137,30 Euro zurückgefallen war, hat sie sich im Tagesverlauf am Handelsplatz Frankfurt wieder über die Marke von 140 Euro geschoben. Die schlechte: Von den 144,72 Euro eine Woche zuvor sind die Papiere des Energietechnik-Konzerns noch immer ein gutes Stück entfernt, von ihren Höchstständen ganz zu Schweigen. Dass sich die Anleger mit der SAP-Aktie derzeit etwas schwertun, könnte indes mit der zweigeteilten Botschaft eines Analysten zu tun haben.
UBS rät weiter zum Kauf der SAP-Aktie
Denn am Sonntag hatte sich Michael Briest von der schweizer Großbank UBS gemeldet – und das Kursziel für SAP gesenkt. Allerdings reduzierte der Analyst seine Prognose für die Münchner lediglich von zuvor 205 auf 164 Euro, die Einstufung blieb angesichts des aktuellen Kursniveaus auf „Buy“. Die Komplexität der Unternehmens-Informationssysteme (ERP) des Softwarekonzerns sei sowohl ein Vorteil als auch eine Herausforderung für die Umsetzung der KI-Strategie von SAP, schrieb Briest laut Medienberichten in seiner Studie. Das Kursziel sinke vor allem aus Bewertungsgründen.
Mit seiner Prognose allerdings setzte sich der Analyst ans untere Ende des allgemeinen Konsens. Das durchschnittliche Kursziel für SAP liegt laut marketscreener.com derzeit bei knapp 210 Euro, gut 50 Prozent über dem aktuellen Kursstand. Und so empfehlen von aktuell 26 auf der Seite gelisteten Beobachtern
- immerhin 22 den Kauf der Aktie
- vier raten zum Halten der Papiere
- kein einziger empfiehlt den Verkauf
Trotz hoher Kursziele notiert SAP weit im Minus
Viel gebracht hat das der SAP-Aktie zuletzt allerdings nichts. Allein im vergangenen Jahr Halbjahr hat das Münchner Unternehmen rund ein Drittel seines Börsenwerts eingebüßt. Aufs Jahr gesehen steht gar ein Abschlag von aktuell 45 Prozent. Zur Erinnerung: Vor knapp einem Jahr wurden SAP noch bei einem Kurs von 267 Euro gehandelt.
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