SAP treibt den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Bergbauindustrie voran. Mit seiner Vision vom „Autonomous Enterprise“ will der Softwarekonzern Unternehmen dabei unterstützen, schneller auf Veränderungen zu reagieren und viele wiederkehrende Aufgaben automatisch erledigen zu lassen.
Gerade im Bergbau sind schwankende Rohstoffpreise, hohe Energiekosten, Lieferprobleme und der zunehmende Druck zur Senkung von Emissionen große Herausforderungen.
SAP-Aktie: KI soll Probleme erkennen, bevor sie teuer werden
Der Ansatz von SAP geht dabei über einzelne KI-Anwendungen hinaus. Die Software soll verschiedene Bereiche eines Bergbauunternehmens miteinander verbinden und Informationen gemeinsam auswerten. Erkennt die KI beispielsweise, dass eine wichtige Maschine ausfallen könnte, kann sie die möglichen Folgen für Produktion, Wartung, Ersatzteile und Finanzen gleichzeitig berücksichtigen und entsprechende Maßnahmen anstoßen.
Auch bei Lieferketten, der Produktionsplanung und beim Thema Nachhaltigkeit soll KI helfen. So können Programme beispielsweise Lieferprobleme frühzeitig erkennen, Wartungsarbeiten planen oder Daten für Umweltberichte automatisch zusammenstellen. Mitarbeiter sollen dadurch weniger Zeit mit Routineaufgaben verbringen und sich stärker auf Entscheidungen konzentrieren können, bei denen menschliche Erfahrung gefragt ist.
SAP-Aktie: Bestehende Unternehmensdaten werden zum Vorteil
Für SAP liegt der entscheidende Vorteil darin, dass der Konzern bereits die Geschäftsprozesse und Daten vieler Unternehmen verwaltet. Die KI kann dadurch nicht nur einzelne Informationen betrachten, sondern Zusammenhänge zwischen Einkauf, Produktion, Wartung, Lieferketten und Finanzen erkennen.
SAP verweist dabei auf konkrete Beispiele aus der Branche. Beim indischen Rohstoffkonzern Vedanta habe der Einsatz von SAP-Lösungen unter anderem die Zeit für die Umsetzung neuer Geschäftsinitiativen deutlich verkürzt und die Ausfallzeiten von Anlagen reduziert. Beim indonesischen Kupfer- und Goldproduzenten PT Amman Mineral Nusa Tenggara wurden laut SAP innerhalb von neun Monaten 95 Prozent der Waren über das SAP Business Network beschafft.
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