SAP bleibt seiner Linie treu und will in Zukunft mit KI revolutionäre Entwicklungen in Gang setzen. Gegenüber „Forbes“ sprach CEO Christian Klein sogar davon, dass die Technologie im Laufe der nächsten drei Jahre die Tastatur obsolet machen würde. Doch nachlassendes Wachstum im Cloud-Segment ließ die Anleger in dieser Woche dezent zweifeln.
Der Aktienkurs ging auf Talfahrt landete zum Wochenende bei nur noch 170,56 Euro. Das sind gut 15 Prozent weniger als noch zu Jahresbeginn. Während sich an der Börse vor allem Zweifel um das Wachstumstempo verbreiten, meldet der ehemalige SAP-Manager Vishal Sikka sogar grundsätzliche Zweifel an den Fähigkeiten von KI-Systemen an.
Überforderte KI?
In einem Bericht von „Wired“ sprach Sikka darüber, dass KI-Agenten mit vielen Aufgaben noch immer überfordert seien. Komplexe Aufgaben erfordern meist mehrere Kontextfenster. KI-Systeme verlieren dabei schnell den Überblick über vorherige Schritte und Lücken werden dann nicht selten mit fehlerhaften Annahmen gefüllt. Es zeigt sich dabei sehr offen, dass die Systeme am Ende des Tages noch immer nur mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten und keine tatsächlichen Denkprozesse durchlaufen.
Sikka rechnet daher damit, dass KI-Systeme in Zukunft allenfalls einfache Aufgaben übernehmen werden, etwa das Archivieren von Dokumenten. In hochsensiblen Bereichen stoße die Technologie aber an ihre Grenzen. Freilich gibt es auch Experten, welche bestehende Herausforderungen für lösbar halten. Doch dass gerade ein ehemaliger SAP-Manager Zweifel anmeldet und diese auch gut unterlegen kann, dürfte nicht unbemerkt bleiben.
SAP Aktie Chart
Erwartungssache
Die Wahrheit liegt bekanntlich zumeist irgendwo in der Mitte. Beim Thema KI dürfte das vermutlich nicht anders sein. Dass KI-Agenten über Nacht den Großteil kognitiver Jobs obsolet machen würden, erwies sich als Trugschluss. Gleichwohl ist klar, dass die Technologie erhalten bleiben und Fortschritte machen wird. Was die SAP-Aktie angeht, so wird der Kursverlauf vor allem davon abhängen, ob sich die Erwartungen der Anteilseigner mit der Realität decken. Ob die Korrektur aus der laufenden Woche ihre Berechtigung hat, lässt sich allerdings nicht zweifelsfrei feststellen.
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