Liebe Leserin, lieber Leser,
den Wochenstart war der SAP-Aktie wirklich gelungen. Neben Rheinmetall waren die Papiere des Software-Riesen im schächelnden Gesamtmarkt die erfolgreichstem im Dax. Am Ende standen im Xetra-Handel 2,3 Prozent Plus auf wieder 142,50 Euro. Dass die seit Monaten so gebeutelte SAP-Aktie wieder etwas Morgenluft schnupperte, dürfte auch einem US-Analysten geschuldet sein. Der gab erneut eine Kaufempfehlung ab, aber etwas Entscheidendes vermied er: eine Prognose.
Jefferies belässt SAP-Aktie auf „Buy“
Denn tatsächlich hatte sich zum Wochenstart Charles Brennan vom Analysehaus Jefferies zu SAP gemeldet – und die Einstufung für die Aktie auf „Buy“ belassen. Während der Markt versuche, die Turbulenzen im Nahen Osten hinter sich zu lassen, griffen Anleger wieder auf Themen zurück, die vor Ausbruch des Iran-Konflikts prominent gewesen seien, schrieb er laut finanzen.net am Sonntag zum europäischen Software-Sektor. Im Vordergrund stehe dabei „eine anhaltend zurückhaltende Einschätzung der Branche“, so seiner Einschätzung. Er könne sich nicht erinnern, dass die Stimmung in diesem Segment jemals schlechter gewesen wäre, so Brennan.
Was seiner Kaufempfehlung zweifellos fehlte, war die Nennung eines Kurszieles. Dies hatte er auch bereits vor einem Monat vermieden, als er nach der Quartalsberichtssaison für die europäischen Software-Unternehmen, von einem zwiespältigen Bild sprach. Die tatsächlichen Ergebnisse seien zwar insgesamt solide ausgefallen, so der Jefferies-Analyst. Doch die Aktienkurse hätten sich aufgrund von Befürchtungen, dass Künstliche Intelligenz das künftige Wachstum beeinträchtigen könnte, deutlich ermäßigt. Seiner Meinung nach berge der Sektor aktuell Bewertungsinkonsistenzen, da die Anleger das Wachstum nicht angemessen honorierten, meinte er damals.
- Auch damals gab es durch Charles Brennan daher eine Kaufempfehlung für die SAP-Aktie
- Doch seitdem hat die Aktie nicht zugelegt, sondern vielmehr mehr als 20 Prozent eingebüßt
SAP-Kursziel im Schnitt bei 232 Euro
An den Analysten liegt es zweifellos nicht, dass die Papiere der Walldorfer seit ihrem Höchststand, ausgebildet bei einem Kurs von 273 Euro Anfang Juni 2025, sogar fast die Hälfte ihres Werts verloren haben. Denn laut marketscreener.com liegt das durchschnittliche Kursziel für SAP aktuell bei nicht weniger als 232 Euro. Damit erwarten die 29 aufgeführten Analysten mittelfristig einen Ausbruch nach oben um etwa ein Drittel. Entsprechend lauten die Empfehlungen.
- 24 Beobachter würden SAP derzeit kaufen
- fünf geben eine „Halten“-Empfehlung
- keiner würde seine Aktien aktuell abstoßen
Jefferies erkannte Bedenken am Markt
Zu den Optimist5en gehört unter anderem Sven Merkt von der britischen Investmentbank Barclays. Er hatte das Kursziel für SAP Anfang des Monats zwar gesenkt, aber lediglich von 240 auf 220 Euro, die Einstufung beließ er auf „Overweight“. Sorgen um Konkurrenz seitens Künstlicher Intelligenz hätten die Aktien der Software-Branche im ersten Quartal belastet, schrieb er in seiner Studie.
Die Fundamentaldaten seien weiterhin solide, „aber selbst robuste Quartalszahlen aus der Branche dürften die Bedenken seitens der Investoren wohl nicht zerstreuen“, orakelte er – und sollte zunächst Recht behalten.
JP Morgan bei SAP skeptischer
Und so sieht sich wohl Analyst Toby Ogg von der US-Bank JPMorgan bestätigt. Er hat die Einstufung für die SAP-Aktie wenig später mit einem Kursziel von 175 Euro lediglich auf „Neutral“ belassen. Konzernchef Christian Klein habe den Markt in einem Interview in der „Financial Times“ auf „kurzfristige Schmerzen“ eingestellt, schrieb er. KI ersetze Unternehmenssoftware zwar nicht, zwinge die Unternehmen aber, deutlich mehr zu tun.
Klein habe einen Vergleich gezogen zwischen dem aktuellen Wandel durch KI und der Wanderung in die Cloud vor sechs Jahren. Auch damals habe man zunächst geringere Margen hinnehmen müssen. Ogg sieht Kleins Aussagen als weiteren Beleg für die Veränderungen am Geschäftsmodell der Walldorfer, die zunächst mit größeren Schwankungen einhergehen dürften. Ogg hält dies aber für den richtigen Weg, um langfristig relevant zu bleiben
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