Ende August war die Aktie von SAP noch obenauf: Bis auf 192,12 Euro waren die Papiere des Softwarekonzerns im Xetra-Handel gestiegen, so hoch wie seit Januar nicht mehr, als man mit mehr als 200 Euro startete. Doch im September ist bei der SAP-Aktie plötzlich die Luft raus. Nach einem weiteren Abschlag von gut zwei Prozent beendete sie den Handel am Donnerstag bei nur noch 178 Euro – und damit gut sieben Prozent unter ihrem jüngsten Hoch.
Hohe Kursziele für SAP-Aktie – mit einer Ausnahme
Die meisten Analysten hatten diese Entwicklung so nicht vorhergesehen – sie hatten nach den Zahlen der Walldorfer Ende Juli mehrheitlich hohe Kursziele jenseits der 200 Euro aufgerufen. Mit einer Ausnahme, wie folgende Auflistung von finanzen.net vor Augen führt:
- Jefferies: 210,00 EUR, +17,48%
- JP Morgan: 175,00 EUR, -2,10%
- Goldman Sachs: 215,00 EUR, +20,27%
- Berenberg Bank: 205,00 EUR, +14,68%
Sollte Skeptiker Toby Ogg von der US-Bank JP Morgan Recht behalten, der die Einstufung für SAP lediglich auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 175 Euro belassen hatte?
Der robuste kurzfristige Cloud-Vertragsbestand (Current Cloud Backlog) sei ermutigend, schrieb er im Nachgang der Quartalszahlen. Blieben KI-Umsätze jedoch aus und zeigten Rückmeldungen von Kunden zu KI-Produkten trotz der Investitionen keine klaren Verbesserungen, könnten höhere Ausgaben erforderlich werden, um dem sich verschärfenden Wettbewerb zu trotzen, mahnte er. Dies würde einhergehen „mit Risiken für die Margen“.
Goldman Sachs sieht Kurspotenzial bei SAP
Dem widersprach insbesondere Mohammed Moawalla von der US-Investmentbank Goldman Sachs. Der Bestand an Cloud-Aboverträgen habe sich als robust erwiesen, argumentierte er Ende Juli in seiner Nachbetrachtung. Zudem sei die Produkt-Pipeline – trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten – stark. Der Analyst senkte das Kursziel für die SAP-Aktie daher nur leicht von 230 auf 215 Euro, die Einstufung aber hatte er auf „Buy“ belassen.
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