Fast 45 Prozent unter dem Jahreshoch — und dennoch hält die Deutsche Bank an einem Kursziel von 200 Euro fest. Das Vertrauen der Analysten in SAP speist sich aus einem konkreten Anlass: dem KI-Innovationsfahrplan, den der Softwarekonzern im Rahmen seiner „Sapphire“-Konferenz vorgestellt hat.
KI-Strategie als zentrales Argument
Analyst Johannes Schaller bestätigte am 18. Mai sein „Buy“-Rating und begründet das Kursziel mit den jüngst konkretisierten KI-Plänen. Der eingeschlagene Weg biete klaren Kundennutzen bei geringen Anpassungsbarrieren — eine Kombination, die die Akzeptanz neuer Cloud-Lösungen beschleunigen und die Profitabilität durch höherwertige KI-Dienste steigern soll.
Das klingt ambitioniert gemessen an der aktuellen Kurslage. Mit 152,10 Euro liegt die Aktie rund 21 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt, der RSI von 86,9 signalisiert kurzfristig überkaufte Bedingungen. Immerhin: Gegenüber dem 52-Wochen-Tief von 137,62 Euro, das erst am 13. Mai markiert wurde, hat sich das Papier um gut zehn Prozent erholt.
Quartalszahlen liefern solide Basis
Die Q1-Ergebnisse vom 23. April stützen zumindest die fundamentale Seite des Arguments. SAP steigerte den Umsatz um rund sechs Prozent auf 9,56 Milliarden Euro. Das Non-IFRS-Ergebnis je Aktie kletterte von 1,52 auf 1,72 Euro. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Analystenkonsens 7,22 Euro je Aktie.
Die Dividende von 2,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 floss bereits am 8. Mai an die Aktionäre.
Was am 23. Juli zählt
Der nächste Prüfstein kommt schneller als mancher denkt: Am 23. Juli legt SAP die Q2-Zahlen vor. Entscheidend wird sein, ob die „Sapphire“-Ankündigungen bereits in neue Cloud-Vertragsabschlüsse münden. Wächst das Cloud-Auftragsvolumen spürbar, bekommt das Kursziel von 200 Euro eine realistischere Grundlage — bleibt die Dynamik aus, dürfte der Abstand zum Jahreshoch noch länger ein Thema bleiben.
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