Die Aktie von SAP hatte am Mittwoch kurzzeitig wieder so etwas wie Höhenluft geschnuppert. Vor dem Wochenende bis auf 144 Euro zurückgefallen, schoben sich die Papiere des Softwarekonzerns im Xetra-Handel bis auf 156,44 Euro. Doch die erste Euphorie ist am Donnerstag bereits wieder verflogen. Aktuell notiert die SAP-Aktie wieder knapp unter 150 Euro. Dabei hatten zum Wochenstart die nächsten Analysten den Titel nach Neuigkeiten zum Kauf empfohlen, ihre hohe Prognose bleibt.
SAP-Zukäufe finden Analysten-Zustimmung
Nachdem zuletzt die US-Investmentbank Goldman Sachs ein Kursziel für SAP von 230 Euro aufgerufen hatte, zogen an diesem Dienstag zwei weitere Banken nach. So ließ die schweizer UBS die Einstufung für SAP nach zwei angekündigten Zukäufen auf „Buy“ mit einem Kursziel von 205 Euro. Obwohl die Preise beider Transaktionen nicht veröffentlicht worden seien, gehe er davon aus, dass der Software-Konzern in diesem Jahr einige Milliarden Euro aus seiner Bilanz abziehen werde, schrieb Michael Briest laut Medienberichten in seinerStudie.
- Alles in allem sehe der UBS-Analyst die Transaktionen aber als „klare Stärkung der SAP-Kompetenzen“, wie es heißt
- Zudem als implizite Anerkennung der Herausforderungen der letzten 12 bis 18 Monate in der KI-Entwicklung
Kursziel für SAP-Aktie bleibt bei 220 Euro
Mit der Übernahme von Dremio und Prior Labs stärke der Softwarekonzern sein Daten- sowie KI-Fundament und untermauere die Ambitionen im Bereich der agentenbasierten KI, urteilte auch Sven Merkt von der britischen Investmentbank Barclays. Das Potenzial sei beträchtlich, das Umsetzungsrisiko aber hoch, und die Dynamik im Partnerbereich bleibe eine zentrale Frage, so der Analyst. Es sei unwahrscheinlich, dass sich finanzielle Vorteile der Transaktionen vor Ablauf mehrerer Jahre bemerkbar machen werden. Dennoch hat er SAP auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 220 Euro belassen – gut 45 Prozent über dem aktuellen Kursstand.
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