SAP-Aktie: Die eine Ausnahme!

Die Aktie von SAP hatte sich zuletzt wieder erholt, ein echtes Comeback will ihr bislang aber nicht gelingen. An den Prognosen der Analysten liegt es nicht – mit einer Ausnahme.

Auf einen Blick:
  • Die SAP-Aktie hatte sich nach ihrem Kursknick wieder auf 159 Euro erholt
  • Inzwischen notieren die Papiere des Softwarekonzerns aber wieder etwas tiefer
  • Dabei hatten die Analyten nach der Sapphire-Konferenz den Kauf empfohlen
  • Nur ein Kursziel passt nicht in die Reihe: Die DZ Bank bleibt bei SAP kritisch.

Liebe Leserin, lieber Leser,

angetrieben von gleich mehreren Analystenempfehlungen hatte sich die Aktie von SAP seit ihrem Mehrjahrestief am 13. Mai bei 135 Euro wieder deutlich erholt. Auf bis zu 159 Euro kletterten die Papiere des Walldorfer Softwarekonzerns am Dienstag – ein Aufschlag von rund 17 Prozent binnen weniger Tage. Doch seitdem ist die Luft wieder raus. Den Donnerstag beendete die SAP-Aktie im Xetra-Handel bei nur noch 151 Euro, am Freitag geht es im frühen Handel wieder leicht aufwärts. Was den Anlegern derzeit aufs Gemüt schlägt, ist schwer zu sagen. Denn laut marketscreener.com halten sämtliche Analysten das Unternehmen für aktuell unterbewertet. Wirklich alle?

Niedriges SAP-Kursziel durch die DZ Bank

Denn nach Informationen der Website liegt selbst das niedrigste Kursziel der dort gelisteten 27 institutionellen Beobachter bei 155 Euro – und damit leicht über dem aktuellen Kursstand. Doch einen Analysten hat das automatisierte System offenbar übersehen, obwohl er weiter unten auf der Seite aufgeführt wird: Armin Kremser von der DZ Bank. Er hatte den fairen Wert für SAP nach den Quartalszahlen Ende April von 150 auf 130 Euro gesenkt und die Einstufung „Verkaufen“ bestätigt.

Operativ sei der Softwarekonzern zwar gut ins Jahr gestartet, schrieb der Analyst in seiner Studie. Allerdings dürfte sich das starke Wachstum des Cloud-Geschäfts im Jahresverlauf deutlich verlangsamen, so seine Einschätzung. Zudem sei die Aktie trotz des starken Kursrückgangs auch 2026 noch „kein Schnäppchen“, wie er anmerkte.

Die anderen empfehlen den Kauf der Aktie

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Kremser mit dieser Sichtweise eine Außenseiterposition einnimmt. Mit Ausnahme der US-Bank JP Morgan, die eine neutrale Bewertung abgab, rieten zuletzt sämtliche Banken und Analysehäuser zum Kauf von SAP, wie die Auflistung auf finanzen.net zeigt:

  • Deutsche Bank: 200,00 EUR, +32,56 %, 18.05.2026
  • UBS: 205,00 EUR, +35,87 %, 15.05.2026
  • JP Morgan: 175,00 EUR, +15,99 %, 14.05.2026
  • Jefferies: 230,00 EUR, +52,44 %, 14.05.2026

SAP setzt auf KI bei der Sapphire-Konferenz

Mit am zuversichtlichsten in Bezug auf die Walldorfer zeigt sich derzeit das Analysehaus Jefferies. Dieses hat SAP auf „Buy“ mit einem Kursziel von 230 Euro belassen. Die hauseigene Sapphire-Konferenz des Softwarekonzerns, die vom 11. bis 13. Mai in Orlando stattfand, sei in diesem Jahr zwar „eher Evolution als Revolution gewesen“ – das sei jedoch keineswegs negativ, schrieb Analyst Charles Brennan vor gut einer Woche. Die Fähigkeiten Künstlicher Intelligenz (KI) würden immer ausgereifter und leistungsfähiger – und genau diese stünden nun im Mittelpunkt der Strategie von SAP.

JP Morgan teilt den Optimismus dagegen nur eingeschränkt. Die US-Bank beließ ihre Einstufung für SAP auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 175 Euro – sieht damit allerdings ebenfalls noch Potenzial für die Aktie. KI sei nicht länger nur ein Feature in der Ressourcenplanung (ERP), sondern die Grundlage moderner Arbeitsabläufe, schrieb Analyst Toby Ogg am Mittwochabend mit Blick auf die SAPPHIRE-Entwicklerkonferenz. Die Kunden befänden sich jedoch selbst noch „in der Findungsphase“, und für SAP hänge letztlich alles von der Umsetzung ab.

SAP-Aktie im Wert noch immer halbiert

Für den Kurs der SAP-Aktie wäre ein Erfolg zweifellos von Nöten. Zwar haben sich die Papiere seit ihrem Tiefststand wieder im zweistelligen Prozentbereich verbessert. Seit Juni 2025, als zwischenzeitlich 273 Euro für die Anteilscheine gezahlt wurden, beläuft sich der Abschlag jedoch noch immer auf mehr als 50 Prozent.

Dabei peilten die Walldorfer im laufenden Geschäftsjahr ein bereinigtes Wachstum zwischen 23 und 25 Prozent an. Das Cloud-Geschäft bleibe der zentrale Wachstumstreiber, hieß es. Wirklich honoriert wurde dies an der Börse bislang allerdings nicht – aller Empfehlungen zum Trotz.

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