SAP-Aktie: Nur er hatte das nicht auf dem Zettel!

Die Aktie von SAP erreichte am Dienstag ein neues Zwischenhoch. Ein Analyst hatte beim Softwarekonzern vor knapp zwei Wochen einen Absturz prophezeit.

Auf einen Blick:
  • Die SAP-Aktie hat seit den Quartalszahlen 30 Prozent zugelegt
  • Fast alle Analysten hatten vor zwei Wochen den Kauf empfohlen
  • Nur einer riet zum Verkauf und kürzte sein Kursziel auf 120 Euro

Die Leidenszeit für SAP-Anleger war lang. Von ihrem Rekordhoch, ausgebildet im Februar 2025 bei mehr als 280 Euro, waren die Papiere des Walldorfer Softwarekonzerns knapp eineinhalb Jahre lang immer weiter gefallen, bis auf 127,50 Euro am 23. Juli – es war ein Niedergang. Doch seitdem ist wieder Leben in die SAP-Aktie gekommen, und wie. Bis auf 167,32 Euro stieg sie am Dienstag im Xetra-Handel, bevor ihr dann doch die Luft ausging. Was bleibt, ist dennoch ein Aufschlag von aktuell rund 30 Prozent in knapp zwei Wochen. Nur ein Analyst hatte das so gar nicht auf dem Zettel.

SAP Aktie Chart

DZ Bank kürzte SAP-Prognose auf 120 Euro

Denn während die meisten Beobachter die Quartalszahlen von SAP goutierten, vor allem das kontinuierliches Wachstum beim Current Cloud Backlog und Free Cashflow, malte Armin Kremser von der DZ Bank schwarz: Er hatte den fairen Wert für die Aktie von SAP von 130 sogar auf 120 Euro gesenkt und die Einstufung am 24. Juli auf „Verkaufen“ belassen. Trotz plangemäßer Cloudumsätze im Rahmen des Konsens belasteten anorganische Effekte die operative Marge, was zu einer leichten Senkung des Ergebnisausblicks 2026 führe, schrieb er nach dem Quartalsbericht. Wer seiner Empfehlung gefolgt sein sollte, hat alles falsch gemacht.

  • Er hätte auf andere hören sollen, die zum Kauf der SAP-Aktie geraten hatten
  • Sie priesen die KI-Strategie des Software-Konzerns – und deren Möglichkeiten

SAP sei „strategisch am fortschrittlichsten“

Rückmeldungen aus Investorengesprächen mit Konzernchef Christian Klein hätten die Dringlichkeit einer Neuausrichtung des Geschäfts auf Künstliche Intelligenz (KI) unterstrichen, schrieb etwa Charles Brennan vom US-Analysehaus Jefferies am Dienstag der Vorwoche. Veränderungen in großem Umfang umzusetzen sei nicht einfach, doch der deutsche Software-Riese sei „strategisch gesehen das fortschrittlichste unter den von ihm beobachteten Unternehmen, um sich an diese neue Welt anzupassen“, lobte er. Brennan beließ die Einstufung für SAP auf „Buy“ mit einem Kursziel von 210 Euro.

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