SAP-Aktie: Der absolute Wahnsinn!

SAP integriert Claude KI tief in seine Systeme. Die Aktie legt zu, während der Konzern auf eine offene KI-Plattform setzt.

Auf einen Blick:
  • SAP-Aktie steigt um 0,9 Prozent
  • Vertiefte Kooperation mit Anthropic
  • Claude erhält autonome Handlungsfähigkeit
  • Offene KI-Plattform als strategisches Ziel

Am Mittwochmorgen stieg die SAP-Aktie um 0,9 % auf 155,9 Euro. Das 1-Wochen-Plus erhöhte sich damit leicht auf knapp +9,0 %, wenngleich der Software-Titel nach wie vor sehr weit entfernt von alten Rekordständen notiert (Stand: 20.05.2026, 8:30 Uhr).

Derweil hat der Konzern auf seiner Kundenkonferenz Sapphire interessante KI-Partnerschaften angebahnt. So will SAP z.B. die bestehende Kooperation mit Anthropic vertiefen, dem Unternehmen hinter der hochleistungsfähigen KI-Modellreihe Claude

Claudes Fähigkeiten für autonomes Handeln sollen direkt in die SAP Business AI Platform eingebettet werden – dem zentralen KI-Fundament für SAPs gesamtes Produktportfolio.

SAP-Aktie: Von der Empfehlung zur eigenständigen Aktion

Der entscheidende Schritt in der Partnerschaft liegt in der Tiefe der Integration: Claude soll nicht länger nur Empfehlungen aussprechen, sondern innerhalb von SAP-Systemen eigenständig handeln.

Als Beispiele nannte SAP die automatische Erstellung von Finanzpräsentationen auf Basis aktueller Unternehmensdaten, die Bearbeitung komplexer Mitarbeiteranfragen im Personalwesen sowie die Neuplanung von Lieferungen bei Verzögerungen. All das soll direkt in bestehenden Systemen wie SAP S/4HANA, SAP SuccessFactors und SAP Ariba ablaufen.

SAP-Chef Christian Klein betonte, dass autonome Unternehmen KI bräuchten, die den Geschäftskontext kennen und innerhalb etablierter Kontrollmechanismen agieren. Daniela Amodei, Mitgründerin und Präsidentin von Anthropic, ergänzte, Claude sei dafür entwickelt worden, Unternehmensprozesse direkt in den Systemen zu unterstützen, die Firmen bereits nutzen – auf Basis des Vertrauens und der Governance-Strukturen, die SAP-Kunden gewohnt seien.

SAP-Aktie: Offenes Ökosystem statt Abhängigkeit von einem Anbieter

Die Partnerschaft fügt sich in SAPs erklärtes Ziel ein, eine offene KI-Plattform zu betreiben, die verschiedene Sprachmodelle unterstützt. Kunden sollen künftig je nach Anwendungsfall zwischen verschiedenen Modellen wählen können, ohne an einen einzigen KI-Anbieter gebunden zu sein.

Die Kooperation ist für beide Seiten strategisch bedeutsam: SAP bindet eines der leistungsfähigsten KI-Modelle der Branche tief in sein Produktökosystem ein, das weltweit mehr als 400.000 Unternehmenskunden nutzen. Für Anthropic wiederum öffnet die Integration den Zugang zu einem der größten Vertriebskanäle im globalen Unternehmensmarkt – und reiht sich ein in eine wachsende Zahl von Partnerschaften mit Konzernen wie Amazon, Google und nun auch SAP.

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