Europas größter Softwarekonzern hält das Tempo bei der Kapitalrückführung hoch. Wie das Walldorfer Unternehmen im Rahmen seiner neunten Zwischenmeldung zum laufenden Aktienrückkaufprogramm bekannt gab, erwarb SAP im Zeitraum vom 21. bis zum 25. September 2026 insgesamt 590.000 eigene Aktien über das elektronische Handelssystem Xetra.
Den Schwerpunkt der Transaktionen bildete dabei der 24. September, an dem allein 550.000 Anteile zurückgekauft wurden. Durch diese Zukäufe stieg die Gesamtzahl der im Rahmen des aktuellen Programms erworbenen Papiere bis einschließlich 25. September auf 8.895.886 Stück.
Die Transaktionen unterstreichen das Bestreben des Managements, überschüssige Liquidität an die Anteilseigner zurückzugeben und den Wert je Aktie zu stärken. An der Börse beendete das Papier den Handel am Freitag bei 184,70 Euro, was einem Tagesverlust von 1,4 Prozent entsprach. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 12 Prozent.
KI-Agenten als historischer Wachstumstreiber
Parallel zu den Kapitalmaßnahmen treibt Vorstandschef Christian Klein die technologische Neuausrichtung voran. In einem Gespräch mit der dpa betonte der SAP-Chef, dass Produkte rund um künstliche Intelligenz dem Konzern eine historische Wachstumschance eröffneten. Ziel sei es, sogenannte KI-Agenten tief in die zentralen Geschäftsprozesse, die Datenstrukturen und die operative Unternehmenssteuerung der Kunden einzubinden.
Diesen strategischen Fokus untermauerte das Unternehmen bereits mit neuen Produktinitiativen. Auf dem firmeneigenen Transformation Excellence Summit stellte der Softwarekonzern funktionale Erweiterungen für die Lösungen SAP Signavio, SAP LeanIX, WalkMe sowie SAP Cloud ALM vor.
Zudem ergänzte SAP die Plattform SAP AI Core um das Modell TabPFN-3.5 Plus, um Geschäftskunden erweiterte Analysemöglichkeiten direkt im operativen System bereitzustellen.
Dass die Nachfrage nach Transformationsprojekten vorhanden ist, zeigte unterdessen auch der Verkehrsbetrieb BERNMOBIL, der seine Prozesslandschaft mit Cloud-Lösungen und einer Architektur für künftige KI-Anwendungen modernisiert.
Quartalszahlen am 21. Oktober im Blick
Zusätzlichen Rückenwind für die strategische Ausrichtung lieferten vor gut einer Woche auch positive Analystenstimmen. Die US-Banken Jefferies und Citi hoben damals ihre Kursziele für die Aktie an und bekräftigten ihre Kaufempfehlungen, was an den Märkten für Kursgewinne sorgte.
Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den nächsten planmäßigen Meilenstein: Am 21. Oktober 2026 wird SAP die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 vorlegen. Die Veröffentlichung des Berichts ist für 22:05 Uhr angesetzt, gefolgt von einer Telefonkonferenz für Analysten und Investoren um 23:00 Uhr.
Erst dieser Zwischenbericht wird zeigen, wie stark sich die neuen Softwareangebote und die Nachfrage nach Cloud-Lösungen bereits in Umsatz und operativem Ergebnis niederschlagen.
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