Im Sog des Wahlausgangs in Brasilien verzeichnet Banco Santander zu Wochenbeginn deutliche Kursgewinne. Die Aktie legte heute um 2,9 Prozent auf 12,14 Euro zu. Medienberichten zufolge trieb der Sieg von Flavio Bolsonaro im ersten Durchgang der brasilianischen Präsidentschaftswahl die Notierungen spanischer Konzerne mit starker Präsenz im lateinamerikanischen Land an.
Politischer Impuls und Gebührenwachstum
Für das spanische Kreditinstitut zählt Brasilien traditionell zu den wichtigsten Ertragsquellen. Politische Entwicklungen in der Region schlagen sich daher rasch in der Bewertung der Anteilsscheine nieder. Marktteilnehmer reagierten erleichtert auf das Wahlergebnis, was dem gesamten Sektor mit Brasilien-Bezug Kursauftrieb verlieh.
Unabhängig von den Impulsen aus Übersee stärkte das Institut seine Position im Heimatmarkt. Medienberichten zufolge erzielte Santander im spanischen Investmentbanking bis September Gebühreneinnahmen in Höhe von 126,8 Millionen Euro. Damit sicherte sich die Großbank den Spitzenplatz im nationalen Ranking. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2025 bedeutet dies einen Anstieg der Gebühren um 70 Prozent.
Höhere Ausschüttungen und verbesserter Rating-Trend
Die Ertragskraft spiegelt sich auch in der Kapitalrückführung an die Anteilseigner wider. Der Verwaltungsrat beschloss am 29. September eine Zwischendividende von 12,7 Cent je Aktie für das Geschäftsjahr 2026. Die Auszahlung an die Aktionäre ist für den 2. November 2026 vorgesehen.
Die gesamte Ausschüttung für das erste Halbjahr 2026 erreicht ein Volumen von rund 3,7 Milliarden Euro. Diese Summe verteilt sich zu etwa gleichen Teilen auf die Bardividende und laufende Aktienrückkäufe. Fortschritte beim Aktienrückkauf meldete die Bank vor rund einem Monat, seither gab das Papier um 5,7 Prozent nach.
Rückenwind gab es auch von den Ratingagenturen. Morningstar DBRS hob am 25. September den Trend für die langfristigen Kreditratings von Banco Santander von „Stabil“ auf „Positiv“ an. Zugleich bestätigte die Agentur das langfristige Emittentenrating mit der Note „A (high)“.
Neue Angebote für junge Kundengruppen
Parallel zum Kapitalmarktgeschäft treibt das Institut den Ausbau der Kundenbasis im Privatkundengeschäft voran. Am 21. September führte die Bank neue Spar- und Anlageprodukte sowie verbesserte Konditionen für Kunden unter 30 Jahren ein.
Ergänzend dazu startete die Bank am 22. September unter dem Namen „Safie Hacks & Teen Hacks“ ein digitales Angebot. Das Portal soll Kindern und Jugendlichen dabei helfen, sicherere Gewohnheiten im Umgang mit dem Internet zu entwickeln. Das Institut verknüpft damit gezielte Produktverbesserungen mit Informationsangeboten für die nachwachsende Generation.
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