Wenn der Silberpreis explodiert, kann selbst ein Bergbauunternehmen mit schrumpfender Silberproduktion glänzende Zahlen vorlegen. Santacruz Silver hat das im ersten Quartal 2026 eindrucksvoll demonstriert, und zwar auf eine Art, die Anleger genau lesen sollten.
Die Zahlen auf einen Blick
Umsatz von 127,5 Millionen Dollar, ein Plus von 81 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Nettoeinkommen von 28,5 Millionen Dollar, dreimal so viel wie vor einem Jahr. Adjusted EBITDA bei 42,6 Millionen Dollar, plus 55 Prozent. Das klingt nach einem starken Quartal. CEO Arturo Préstamo sprach von einem „starken Start ins Jahr 2026“ und betonte die gestiegene Finanzkraft, nachdem das Unternehmen allein im ersten Quartal 31,5 Millionen Dollar Steuern gezahlt hat.
Beim GAAP-EPS von 0,31 Dollar je Aktie hat Santacruz die Analystenerwartung um einen Cent verfehlt. Beim Umsatz hingegen lag das Unternehmen rund 2,3 Millionen Dollar über den Schätzungen. Keine Katastrophe, aber auch kein lupenreiner Treffer.
Der eigentliche Treiber
Was diese Zahlen wirklich erklärt, ist eine einzige Zeile in der Pressemitteilung: Der durchschnittlich erzielte Silberpreis je verkaufter Unze stieg von 27,80 Dollar im Vorjahr auf 63,30 Dollar, ein Anstieg von 128 Prozent. Die Marge je Silberunze kletterte demnach von 9,89 auf 31,70 Dollar, ein Plus von 221 Prozent. Das ist Silberpreis-Rückenwind, kein operatives Wunder.
Die All-in Sustaining Costs je Silberunze stiegen dabei von 17,91 auf 31,60 Dollar, ein Anstieg von 76 Prozent. Die Kosten laufen also kräftig mit nach oben. Solange der Silberpreis hoch bleibt, ist das verkraftbar. Solange.
Zink zieht die andere Richtung
Beim Zink sieht die Welt weniger rosig aus. Die realisierte Bergbaumarge je Zinktonne fiel von 718 Dollar im Vorjahresquartal auf 387 Dollar, ein Rückgang von 46 Prozent. Die AISC je Zinktonne stiegen auf 2.729 Dollar, während der realisierte Preis nur bei 3.116 Dollar lag. Die Schere schließt sich, und das schnell.
Santacruz Silver Mining Ltd. Aktie Chart
Bolivar bleibt das offene Kapitel
Operativ läuft nicht alles rund. Die Silberproduktion aus den eigenen Minen sank im Jahresvergleich um 23 Prozent auf rund eine Million Unzen. Hauptgrund ist das Wassereinbruchereignis bei der Bolivar-Mine aus dem zweiten Quartal 2025, dessen Folgen bis heute nachwirken. Die vollständige Erholung ist laut Unternehmensangaben erst für das vierte Quartal 2026 geplant. Gut ein Jahr Ausfall, und das bei der wichtigsten Mine im Portfolio.
Préstamo betont die operative Disziplin und die Fortschritte bei der Wiederherstellung. Dass er dasselbe schon im letzten Quartal gesagt hat, fällt dabei auf.
Was bleibt
Santacruz Silver ist im ersten Quartal 2026 vor allem eines: ein gut positionierter Silberpreisprofiteur. Das ist keine Kritik, sondern eine Feststellung. Wer auf weiter steigende Silberpreise setzt, bekommt mit der Aktie einen gehebelten Zugang. Wer sich fragt, was passiert, wenn der Silberpreis dreht, findet die Antwort in den Kostenzahlen. 31,60 Dollar AISC je Unze lassen nicht viel Spielraum nach unten.
Santacruz Silver Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Santacruz Silver Mining-Analyse vom 18. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Santacruz Silver Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Santacruz Silver Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Santacruz Silver Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
