Sanofi-Aktie: Doppelschlag aus den USA!

Sanofi erhält beschleunigten FDA-Status für ein neues Medikament, während ein US-Berufungsgericht eine teure Whistleblower-Klage wieder aufleben lässt.

Auf einen Blick:
  • FDA verleiht Venglustat Breakthrough-Status für seltene Gaucher-Krankheit Typ 3
  • US-Berufungsgericht lässt Betrugsklage wegen überhöhter Medikamentenpreise wieder zu
  • Vorwurf: Hunderte Millionen Dollar Schaden durch überteuerte Preise im 340B-Programm
  • Sanofi plant globale Zulassungsanträge für Venglustat im Jahr 2026

Die Sanofi-Aktie steht heute unter zwiespältigen Vorzeichen. Einerseits gibt es gute Nachrichten aus der Forschungspipeline, andererseits droht juristischer Ärger aus den USA.

Die positive Nachricht zuerst: Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Wirkstoff Venglustat den begehrten Breakthrough-Status verliehen. Dieser Status beschleunigt die Entwicklung und Zulassung von Medikamenten erheblich. Venglustat soll gegen die neurologischen Erscheinungen der seltenen Gaucher-Krankheit Typ 3 helfen. Sanofi plant bereits für 2026 weltweite Zulassungsanträge. Das klingt nach Fortschritt.

Doch dann kommt die Kehrseite. Ein US-Berufungsgericht hat eine Whistleblower-Klage gegen Sanofi und drei weitere Pharmariesen wiederbelebt. Der Vorwurf wiegt schwer: Die Konzerne sollen die Regierung um Hunderte Millionen Dollar betrogen haben, indem sie überhöhte Preise für Medikamente verlangten, die eigentlich für einkommensschwache und unversicherte Patienten gedacht waren.

Sanofi SA Aktie Chart

Das 340B-Programm wird zum Problem

Im Zentrum steht das sogenannte 340B-Programm, das seit 1992 existiert. Es ermöglicht medizinischen Einrichtungen, Medikamente zu stark reduzierten Preisen zu kaufen. In manchen Fällen dürfen die Preise nicht höher als 0,01 Dollar liegen. Sanofi und die anderen Hersteller sollen diese Regeln über Jahre missachtet haben. Die Folge: Medicare und Medicaid zahlten viel zu viel.

Besonders brisant ist, dass die überhöhten Preise erst 2019 gestoppt wurden, als das Gesundheitsministerium hohe Geldstrafen androhte. Das Berufungsgericht entschied nun einstimmig, dass die Klage nach dem False Claims Act zulässig ist. Die Kläger können im Namen der Regierung auf Schadenersatz klagen und selbst davon profitieren.

Für Sanofi bedeutet das eine unangenehme Doppelsituation. Der Breakthrough-Status ist erfreulich und könnte mittelfristig Umsätze bringen. Die wiederbelebte Klage jedoch birgt erhebliche finanzielle Risiken. Anleger sollten beide Entwicklungen im Auge behalten, denn hier prallen Hoffnung und Bedrohung direkt aufeinander.

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