Eine erwartete Gewinnsteigerung im dritten Quartal und anziehende Geschäfte mit stationären Energiespeichern sorgen für neue Zuversicht bei Samsung SDI. Das Analysehaus DS Investment Securities bekräftigte heute seine Kaufempfehlung für den südkoreanischen Batteriehersteller. Zugleich hoben die Analysten das Kursziel von 840.000 KRW auf 940.000 KRW an.
Im Handel legte die Aktie heute um 1,6 Prozent auf 571.000,00 KRW zu. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus des Papiers damit auf 112 Prozent.
Erholung bei Speichersystemen und Sondereffekt
Für das dritte Quartal 2026 prognostiziert DS Investment Securities ein operatives Ergebnis von 257,5 Milliarden KRW. Diese Schätzung liegt über den bisherigen Erwartungen des Marktes. Als wesentliche Treiber nennen die Experten eine Erholung im Segment für industrielle Energiespeichersysteme (ESS) sowie einen Einmalertrag. Dieser Vergleichsertrag soll sich auf rund 150 Milliarden KRW belaufen.
Die Zuversicht für das Speichergeschäft deckt sich mit Aussagen aus der Führungsetage des Konzerns. Gestern betonte ein Unternehmensvertreter, dass der wachsende Energiebedarf von KI-Rechenzentren und erneuerbaren Energien erhebliche Chancen biete. Im Heimatmarkt sicherte sich Samsung SDI bei zentralen Ausschreibungen für Speichersysteme bereits Aufträge über ein kumuliertes Volumen von 629 Megawatt.
Fertigung in Indiana vor dem Start
Neue Impulse soll zudem der Ausbau der Fertigungskapazitäten in den Vereinigten Staaten liefern. Noch im vierten Quartal 2026 will Samsung SDI in seinem Werk im US-Bundesstaat Indiana mit der Produktion von LFP-basierten Speichersystemen beginnen. Die Technologie auf Basis von Lithium-Eisenphosphat gilt in stationären Netzen wegen ihrer Kostenvorteile als besonders gefragt.
Flankiert wird dieser Expansionskurs durch langfristige Rohstoffsicherungen. Am Dienstag schloss der Zulieferer POSCO Future M einen Liefervertrag im Wert von 6 Billionen KRW mit Samsung SDI ab. Die Vereinbarung läuft von 2027 bis 2032 und umfasst LFP-Kathodenmaterialien. Das endgültig vereinbarte Volumen liegt bei mehr als dem Doppelten der ursprünglich im August anvisierten 190.000 Tonnen.
Kooperation für die Feststoffzelle
Parallel zum Ausbau des bestehenden Produktportfolios treibt Samsung SDI die Entwicklung nächster Batteriegenerationen voran. Ebenfalls am Dienstag unterzeichnete der Konzern eine Absichtserklärung mit dem Partner EcoPro BM zur gemeinsamen Entwicklung von Materialien für Feststoffbatterien.
Die Vereinbarung konzentriert sich auf sulfidbasierte Festelektrolyte sowie neuartige Kathodenmaterialien. Während sich EcoPro BM auf die Werkstoffe und Prüfverfahren konzentriert, verantwortet Samsung SDI das Zelldesign und die Technologien für die spätere Großserienfertigung. Beide Unternehmen peilen dabei eine Kommerzialisierung für das Jahr 2027 an.
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