Samsung SDI-Aktie: Der Mercedes-Deal zündet so richtig!

Der südkoreanische Batteriehersteller sichert sich einen Liefervertrag mit Mercedes-Benz. Die Aktie reagierte mit dem stärksten Tagesanstieg seit drei Monaten.

Auf einen Blick:
  • Samsung SDI schließt ersten EV-Batterie-Deal mit Mercedes-Benz ab
  • Aktie steigt um bis zu 19 Prozent auf 641.500 Won
  • Bereits Lieferverträge mit BMW und Volkswagen vorhanden
  • Schwache EV-Nachfrage bleibt mittelfristig ein Problem

Montagmorgen, Seoul. Samsung SDI verkündet seinen ersten EV-Batterie-Liefervertrag mit Mercedes-Benz. Keine große Überraschung, möchte man meinen, denn mit BMW und Volkswagen hatte der südkoreanische Batteriehersteller schon Deals. Doch der Markt reagierte, als hätte Samsung SDI das Rad neu erfunden. Die Aktie legte am Montag zunächst 4,9 Prozent zu, und am Dienstag ging es nochmal richtig los: bis zu 19 Prozent auf 641.500 Won, was rund 436 US-Dollar entspricht. Bester Tagesanstieg seit drei Monaten.

Samsung SDI Co. Aktie Chart

Was der Deal wirklich bedeutet

Mercedes-Benz will Samsung SDIs hochnickelhaltige NCM-Batterien für seine nächste Generation von SUVs und Coupés einsetzen. Wert und Laufzeit des Vertrags? Nicht kommuniziert. Wer sich also auf konkrete Zahlen gefreut hat, schaut in die Röhre. Dennoch ist die symbolische Bedeutung klar: Samsung SDI beliefert nun alle drei großen deutschen Automobilhersteller. Das Batteriewerk in Ungarn, eines der größten in Europa, dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen.

Kyobo-Securities-Analyst Kim Kwang-shik brachte es in einer Notiz auf den Punkt: „Die Vorliebe für Elektrofahrzeuge steigt angesichts anhaltend hoher Ölpreise; Samsung SDI wird dabei Mercedes-Benz mit High-Nickel-NCM-Batterien beliefern.“ Der Kontext ist der Ölpreisschock infolge des Nahostkonflikts, der Anleger wieder verstärkt in Richtung Erneuerbare-Energie-Wetten treibt. Auch LG Energy Solution, das ebenfalls einen Liefervertrag mit Mercedes-Benz hat, stieg am Dienstag um bis zu 11 Prozent.

Schön und gut, aber…

Jetzt kommt der Haken. Denn Samsung SDI und die anderen koreanischen Batteriehersteller kämpfen seit Monaten mit schwacher globaler EV-Nachfrage. Anfang April sicherte sich das Unternehmen zwar einen ESS-Liefervertrag über 1,5 Billionen Won und vier Jahre in den USA, um die Durststrecke zu überbrücken. Die Analysten Jinmyung Lee und M.J. Kim von Shinhan Securities schreiben dazu nüchtern: „Kurzfristig ist kaum mit einer deutlichen Erholung bei der Nachfrage nach EV-Batterien zu rechnen; allerdings dürften geplante politische Fördermaßnahmen und Subventionen in Europa die Kapazitätsauslastung der Werke wieder steigern.“ Sie rechnen immerhin damit, dass Samsung SDI seine operativen Verluste im ersten Quartal reduziert hat.

Ein Deal mit Mercedes-Benz, dessen Wert geheim bleibt, und ein Kurssprung von 19 Prozent. Der Markt feiert. Die Quartalszahlen werden zeigen, ob die Party berechtigt war.

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