Samsung SDI erlebt einen schwarzen Dienstag an der Börse. Während die Aktie zweistellig einbricht, setzt der Konzern alles auf eine Karte: Energiespeicher für die künstliche Intelligenz.
Der Kurs von Samsung SDI sackte am Dienstag um 10,82 Prozent ab. Mit einem Preis von 67,60 Euro entfernte sich das Papier deutlich von seinem 50-Tage-Durchschnitt. Ausländische Investoren zogen massiv Kapital aus dem südkoreanischen Leitindex KOSPI ab.
Dieser breite Marktausverkauf traf die Technologiewerte besonders hart. Die kurzfristige Volatilität der Aktie liegt nun bei 79,24 Prozent. Der Relative-Stärke-Index (RSI) sank derweil auf 36,3 Punkte.
Zukunft im Rechenzentrum
Parallel dazu rückt das Geschäft mit Energiespeichern (ESS) in den Mittelpunkt. Samsung Asset Management legte heute einen neuen ETF für Feststoffbatterien und ESS-Technik auf. Samsung SDI bildet zusammen mit LG Energy Solution die Hälfte dieses Portfolios.
Der Grund für das institutionelle Interesse ist der Energiehunger von KI-Rechenzentren. BloombergNEF prognostiziert hier ein massives Wachstum der weltweiten Installationen. Samsung SDI will diesen Markt nutzen, um die Schwäche im Elektroauto-Sektor auszugleichen.
Milliarden-Deal und Steuerboni
Operativ setzt das Management auf Großaufträge. Ein Liefervertrag mit Mercedes-Benz über prismatische Batteriezellen bringt rund 10 Billionen südkoreanische Won ein. Das sichert die Auslastung der kommenden Jahre.
Finanziell steckt das Unternehmen noch in der Transformation. Nach einem operativen Verlust von 155,6 Milliarden Won im ersten Quartal erwarten Marktbeobachter für das zweite Quartal eine Besserung.
Hinzu kommt Rückenwind aus den USA. Die Steuergutschriften für die Batterieproduktion (AMPC) dürften im nächsten Jahr deutlich steigen. Das Management konzentriert sich nun darauf, die Margen durch margenstarke Speicherlösungen zu stabilisieren. Steigende Steuergutschriften in den USA dürften die Profitabilität im nächsten Jahr stützen.
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