Es war wohl nur eine Frage der Zeit. Samsung SDI und Mercedes-Benz haben jetzt ihren ersten Batterieliefervertrag unterzeichnet, und der hat es in sich. Rund 10 Billionen Won soll das Ding wert sein, umgerechnet gut 6,7 Milliarden Dollar. Die genauen Konditionen behalten beide Seiten für sich, aber Branchenkreise sind sich bei der Größenordnung ziemlich einig.
Der Vertrag läuft über mehrere Jahre und betrifft Hochnickel-Batterien auf NCM-Basis, also Nickel-Kobalt-Mangan-Chemie. Die sollen in Mercedes‘ nächster Generation kompakter und mittelgrosser Elektro-SUVs sowie in Coupé-Modellen stecken. Längere Reichweite, höhere Energiedichte, bessere Performance. Das ist das Versprechen, das Samsung SDI mitbringt.
Seoul als Bühne für zwei CEOs
Unterzeichnet wurde der Vertrag in Seoul. Samsung SDI-Chef Choi Joo-sun und Mercedes-Benz-Vorstandsvorsitzender Ola Källenius waren beide persönlich dabei. Das ist kein Zufall. Källenius war schon im vergangenen November in Korea, damals allerdings ohne Samsung SDI-Deal. Herausgekommen war lediglich ein 1,4-Milliarden-Dollar-Vertrag mit LG Energy Solution. Dass Samsung Electronics-Aufsichtsratsvorsitzender Lee Jae-yong dann letzten Monat extra nach Deutschland reiste, ließ die Erwartungen steigen. Jetzt ist klar, was dabei herausgekommen ist.
„Diese Partnerschaft vereint die innovative DNA beider Unternehmen“, hieß es von einem Samsung SDI-Sprecher. Schöner Satz. Dahinter steckt aber auch echtes Kalkül: Samsung SDI will seine Kundenbasis diversifizieren, weg von der Abhängigkeit von BMW und General Motors.
Drei deutsche Hersteller, ein koreanischer Lieferant
Denn mit Mercedes kommt jetzt der dritte große deutsche Autobauer ins Portfolio. BMW und Audi beliefert Samsung SDI schon. Das ist eine bemerkenswert starke Stellung in einem Markt, in dem LG Energy Solution, CATL und andere ebenfalls aggressiv um Verträge kämpfen.
Wo die Batterien produziert werden, ist noch nicht final geklärt. Österreich, die Slowakei und Tschechien wurden als mögliche Standorte für ein neues europäisches Werk gehandelt. Samsung SDI dementierte das allerdings und deutete an, dass das bestehende Werk in Ungarn wohl die Mercedes-Bestellungen bedienen wird.
Sechs Komma sieben Milliarden Dollar für einen Erstvertrag. Ein schlechter Einstieg ist das nicht.
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