Samsung SDI treibt die Entwicklung der Feststoffbatterie massiv voran. Während die Technologie kurz vor dem Durchbruch steht, wächst intern der Unmut. Die Belegschaft fordert eine stärkere Beteiligung am Konzernerfolg.
Wettlauf um die Feststoffbatterie
Das Unternehmen gehört zu den fünf weltweit führenden Akteuren im Markt für Next-Gen-Batterien. Gemeinsam kontrollieren diese Top-Player rund 49 Prozent des Marktes. Das Ziel steht fest: 2027 soll die Massenproduktion der Feststoffzellen starten.
Experten prognostizieren für diesen Sektor ein jährliches Wachstum von über 46 Prozent. Bis 2035 könnte das globale Marktvolumen auf 16,4 Milliarden US-Dollar steigen. Partnerschaften mit General Motors und Stellantis stützen diese Ambitionen.
Interne Reibungen bremsen
Parallel dazu rumort es in der Belegschaft. Mitarbeiter bei Samsung SDI kritisieren die Bonusverteilung innerhalb der Samsung-Gruppe. Während die Halbleitersparte Rekordprämien erhält, fallen die Zahlungen in der Batteriesparte deutlich geringer aus.
An der Börse geriet das Papier zuletzt unter Druck. Die Aktie notiert aktuell bei 91,00 Euro, was einem Tagesminus von 3,40 Prozent entspricht. Auf Jahressicht bleibt die Performance mit einem Plus von 262 Prozent jedoch beeindruckend.
US-Expansion als Wachstumstreiber
Der Fokus liegt nun auf dem nordamerikanischen Markt für Energiespeicher. In Indiana stellt Samsung SDI die Produktion auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) um. Damit reagiert der Konzern auf die steigende US-Nachfrage nach Netzspeichern.
Die kommerzielle Einführung der neuen Zelltechnologie im Jahr 2027 bleibt der entscheidende Faktor. Neben dem Automobilsektor erschließt Samsung SDI neue Geschäftsfelder in der Robotik. Am US-Standort StarPlus Energy entscheidet sich die Skalierung der Produktion.
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