Samsung SDI bläst zur technologischen Attacke im Batteriemarkt. Der südkoreanische Konzern will die kommerzielle Serienfertigung von Feststoffbatterien bis 2027 realisieren. Das Vorhaben hat nun offizielle Weihen erhalten: Die Regierung in Seoul stufte das Programm als strategisches Schlüsselprojekt ein.
Milliarden-Investition in die Zukunft
Zwischen 2026 und 2040 fließen rund 16 Billionen Won in den Standort Ulsan. Das Ziel ist eine hochmoderne Produktion für Feststoff-, LFP- und Natrium-Ionen-Batterien. Umgerechnet entspricht die Investitionssumme etwa 11,2 Milliarden Euro.
Parallel dazu baut Samsung SDI das Werk in Cheonan aus. Hierfür sind weitere neun Billionen Won vorgesehen. Cheonan soll als Forschungszentrum für die nächste Batteriegeneration in Elektroautos und der Robotik fungieren.
Marktanteile durch KI-Boom
Anleger reagierten am Montag prompt: Die Aktie legte um rund acht Prozent auf 68,80 Euro zu. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf 75,06 Prozent. Trotz der jüngsten Rallye notiert das Papier noch immer deutlich unter seinem Mai-Hoch.
Das operative Geschäft liefert derweil Rückenwind. Im Bereich der Energiespeicher (ESS) sicherte sich der Konzern zuletzt eine dominante Stellung. Samsung SDI gewann bei einer staatlichen Ausschreibung für KI-gestützte Netze zwei Drittel der Aufträge.
Hinzu kommt die steigende Nachfrage aus Rechenzentren. Für die unterbrechungsfreie Stromversorgung von KI-Servern setzt Samsung SDI auf spezielle Batterie-Backups. In diesem Segment lag die Auslastung zuletzt bei 65 Prozent.
Der Vorstandsvorsitzende rechnet noch für dieses Jahr mit einer Ertragswende. Treiber sind die vollen Auftragsbücher bei Premium-Batterien und Energiespeichern. Die technologische Weichenstellung in Ulsan entscheidet nun über die langfristige Marktführerschaft.
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