Samsung SDI Aktie: 10 Billionen Won Display-Verkauf geplant

Samsung SDI nimmt neue Kredite auf, um Investitionen zu stemmen. Ein Verkauf von Display-Anteilen soll die Bilanz entlasten.

Auf einen Blick:
  • Zusätzliche Kreditlinie von 200 Milliarden Won
  • Operativer Verlust für 2026 erwartet
  • Verkauf von Samsung-Display-Anteilen geplant
  • US-Produktion von LFP-Batterien startet

Samsung SDI steckt in einem Dilemma. Der südkoreanische Batteriehersteller investiert massiv in neue Produktionslinien, doch das Geld ist knapp. Die Lösung: neue Schulden.

Die Korea Development Bank bewilligte dem Konzern eine zusätzliche Kreditlinie von 200 Milliarden Won. Damit steigt die gesamte Bankverschuldung für 2026 auf 900 Milliarden Won. Hinzu kommt ein Investitionsbudget von 2,9 Billionen Won.

Die Finanzlage ist angespannt. Analysten rechnen für 2026 mit einem operativen Verlust von 42,4 Milliarden Won. Zwar meldete Samsung SDI zum ersten Quartal noch einen Kassenbestand von 1,74 Billionen Won, doch das Geld fließt schneller ab als neues hereinkommt.

Kahlschlag im Beteiligungsportfolio

Um die Bilanz zu retten, plant das Management einen großen Verkauf. Samsung SDI hält 15,2 Prozent an Samsung Display – Marktwert: rund 10 Billionen Won. Branchenbeobachter sehen darin den Versuch, die Schulden in der zweiten Jahreshälfte zu tilgen.

Parallel dazu treibt das Unternehmen seine US-Expansion voran. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 produziert Samsung SDI in den USA LFP-Batterien für Energiespeichersysteme. Der Fokus auf ESS ist Teil einer langfristigen Strategie. Künstliche Intelligenz und erneuerbare Energien treiben die Nachfrage nach Speicherlösungen.

Kurs im Sinkflug

Die Aktie notiert aktuell bei 74,20 Euro – ein Minus von 2,11 Prozent an diesem Dienstag. In den vergangenen sieben Tagen verlor das Papier 15,49 Prozent, über 30 Tage sogar 23,03 Prozent. Der RSI liegt bei 36,2, der Kurs unter der 50-Tage-Linie von 83,67 Euro. Gemessen am Vorjahreswert steht Samsung SDI allerdings noch 170,80 Prozent höher.

Der steile Kursrutsch der vergangenen Wochen zeigt: Anleger fürchten, dass die Schuldenstrategie nicht aufgeht. Der Verkauf der Samsung-Display-Anteile könnte die Trendwende bringen – wenn er denn kommt.

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