Wer wissen will, wie es einem Konzern wirklich geht, schaut nicht nur auf den Aktienkurs. Er schaut, wen der Konzern gerade bezahlt. Und Samsung Electronics bezahlt gerade DI Co., ein südkoreanisches Technologieunternehmen, mit einem Auftrag über 21 Milliarden KRW für Halbleiter-Inspektionssysteme.
Die Tochter gibt den Ton an
Auftraggeber ist Samsung Electronics Semiconductor, die Halbleitersparte des Konzerns. DI Co. liefert demnach Prüfsysteme, die in der Produktion von Halbleitern zum Einsatz kommen. Klingt technisch, ist es auch. Aber der Punkt ist ein anderer: Wer solche Aufträge vergibt, plant. Wer plant, glaubt an die eigene Nachfrage.
21 Milliarden KRW sind umgerechnet grob 14 Millionen Euro. Für Samsung-Verhältnisse kein riesiger Posten, doch solche Zuliefererverträge entstehen nicht aus Langeweile. Sie entstehen, weil Kapazitäten aufgebaut oder gehalten werden sollen.
Was das für die Aktie bedeutet
Die Samsung-Aktie hat in den vergangenen sieben Tagen gut 9,6 Prozent verloren, auf Jahressicht steht allerdings ein Plus von über 130 Prozent im Kurszettel. Wer jetzt auf Schwäche setzt, wettet gegen einen Konzern, der seine Zulieferkette gerade aktiv bestückt.
Das muss kein Kaufsignal sein. Aber ein Verkaufssignal ist es auch nicht.
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