Samsung Electronics-Aktie: 90 Milliarden Dollar – trotzdem Kurssturz!

Samsung Electronics kündigt gewaltige 90-Milliarden-Investition an, die Aktie fällt dennoch um 7,5 Prozent. Der Markt zweifelt an der Wettbewerbsfähigkeit im HBM-Geschäft.

Auf einen Blick:
  • Samsung Group investiert 140 Billionen Won (rund 90 Mrd. Dollar) in der Provinz Chungcheong
  • Samsung Electronics steckt 56 Billionen Won in HBM-Chip-Packaging-Anlagen
  • Samsung Display erhält mit 67 Billionen Won den größten Einzelposten
  • Aktie verliert heute 7,5 Prozent, in 30 Tagen bereits minus 17,2 Prozent

140 Billionen Won. Rund 90 Milliarden Dollar. Samsung hat am Donnerstag in Seoul die Details einer Investitionsoffensive vorgelegt, die sich gewaschen hat. Und die Aktie? Fiel trotzdem um 7,5 Prozent.

Der Plan im Detail

Samsung Electronics selbst steckt 56 Billionen Won in den Aufbau von Packaging-Anlagen für High-Bandwidth-Memory-Chips, kurz HBM, in Onyang und Cheonan. HBM ist genau das, worum sich gerade alles dreht im Chip-Geschäft: der Flaschenhals der KI-Infrastruktur, das Bauteil, das Nvidia-Server erst richtig schnell macht. Samsung will da mitspielen, mit Nachdruck.

Den größten Brocken bekommt Samsung Display: 67 Billionen Won fließen in Asan und Cheonan für die Produktion von Display-Panels. Samsung SDI plant bis 2040 rund 9 Billionen Won in Cheonan für Batterien der nächsten Generation. Samsung Electro-Mechanics investiert 8 Billionen Won in Sejong, für fortschrittliche Chip-Packaging-Materialien für KI-Server.

Präsident als Kulisse

Verkündet wurden die Details bei einer Veranstaltung, die Präsident Lee Jae Myung höchstpersönlich ausrichtete. Samsung-Display-Chef Yi Chung lieferte die Zahlen. Das Ganze fügt sich in einen größeren Investitionsplan ein, den die Samsung-Gruppe bereits am Montag vorgestellt hatte. Politische Inszenierung, klar. Aber die Zahlen dahinter sind real.

Warum fällt die Aktie dann?

Das ist die eigentliche Frage. Wer 90 Milliarden Dollar ankündigt und trotzdem 7,5 Prozent verliert, hat ein Problem, das keine Investitionsoffensive kurzfristig löst. In den vergangenen 30 Tagen hat die Aktie gut 17 Prozent verloren. Auf Sicht von sieben Tagen sind es 14,3 Prozent. Das sind keine Kurskorrekturen, das ist ein handfester Abverkauf.

Die Earnings kommen erst am 30. September. Bis dahin dürfte der Markt genau beobachten, ob Samsung im HBM-Geschäft tatsächlich aufholt, oder ob SK Hynix und Micron weiter davonziehen. 90 Milliarden Dollar sind eine Ansage. Ob sie reichen, steht auf einem anderen Blatt.

Samsung Electronics-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Samsung Electronics-Analyse vom 02. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Samsung Electronics-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Samsung Electronics-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Samsung Electronics: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)