Der operative Gewinn des südkoreanischen Konzerns Samsung Electronics schoss im ersten Quartal 2026 auf 57,2 Billionen Won, mehr als das Achtfache des Vorjahreswerts. Gleichzeitig kletterte der Umsatz um rund 70 Prozent auf 133,9 Billionen Won. Beides: Allzeithochs.
Der Halbleiter hat gezündet
Das Herzstück dieser Zahlen ist die Device Solutions Division, also das Halbleitergeschäft. Die DS Division verbuchte einen Quartalsumsatz von 81,7 Billionen Won und einen operativen Gewinn von 53,7 Billionen Won. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorquartal um satte 86 Prozent zu. Das Memory-Geschäft setzte dabei gleich mehrere Rekorde auf einmal, sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis.
Der Treiber ist klar: KI. Die Nachfrage nach High-Value-Speicher, allen voran HBM, hat nicht nur die Preise nach oben gezogen, sondern Samsung auch technologisch unter Druck gesetzt, zu liefern. Geliefert wurde. Samsung startete als erstes Unternehmen weltweit den Massenverkauf von HBM4 und SOCAMM2 für NVIDIAs Vera-Rubin-Plattform. Der berühmte Audi-Werbeslogan passt hier wie die Faust aufs Auge: Vorsprung durch Technik.
Die LSEG-SmartEstimate hatte einen operativen Gewinn von 55,28 Billionen Won und einen Umsatz von 132,69 Billionen Won erwartet. Samsung hat beides übertroffen, beim Gewinn um knapp zwei Billionen Won.
Samsung Electronics Co. Aktie Chart
Nicht alles glänzt gleichmäßig
Die Device eXperience Division, also Smartphones und Displays, legte beim Umsatz um 19 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Getragen wurde das vom Launch neuer Flaggschiff-Smartphones. Der operative Gewinn des MX- und Networks-Segments blieb allerdings mit 2,8 Billionen Won vergleichsweise bescheiden. Samsung Display Corporation verbuchte bei 6,7 Billionen Won Umsatz nur 0,4 Billionen Won Betriebsgewinn, saisonale Effekte und höhere Speicherpreise drückten auf die Marge. Das ist die Kehrseite des Halbleiter-Booms: Was der einen Sparte nützt, kostet die andere.
Und das zweite Halbjahr?
Samsung selbst gibt sich für die zweite Jahreshälfte 2026 zuversichtlich. Die Serverspeicher-Nachfrage werde stark bleiben, weil Hyperscaler die wachsende Unternehmensadoption von KI und Large-Language-Model-Diensten bedienen müssten. Dazu komme Agentic AI als zusätzlicher Wachstumstreiber. Die Foundry-Sparte will den 2-Nanometer-Prozess der zweiten Generation hochfahren, das 1,4-Nanometer-Node liegt demnach im Plan.
57,2 Billionen Won operativer Gewinn in einem Quartal. Das sind umgerechnet rund 39 Milliarden Euro. Eine beeindruckende Zahl.
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