Das Geschäftsjahr 2025 war für Salzgitter alles andere als ein Spaziergang. Schwache Nachfrage, hohe Energiepreise und ein brutaler internationaler Wettbewerb haben den Konzern ordentlich durchgeschüttelt. Der Außenumsatz rutschte von 10,0 auf 9,0 Mrd. Euro ab. Das Ergebnis vor Steuern lag bei -28 Mio. Euro. Klingt mies, ist aber deutlich besser als die -296 Mio. Euro aus 2024.
Was den Konzern über Wasser hielt? Ein Rekordergebnis im Geschäftsbereich Technologie und die Aurubis-Beteiligung, die satte 180 Mio. Euro beisteuerte. Das Ergebnisverbesserungsprogramm P28 lieferte mit 129 Mio. Euro Kostensenkung deutlich mehr als geplant. Die ursprünglich anvisierten 97 Mio. Euro wurden klar übertroffen. Das zeigt, dass der Vorstand die Kostenschraube konsequent anzieht.
Ausblick 2026 macht Hoffnung trotz Unsicherheit
Für das laufende Jahr rechnet Salzgitter mit einem Umsatz von rund 9,5 Mrd. Euro. Das EBITDA soll zwischen 500 und 600 Mio. Euro landen, das EBT zwischen 75 und 175 Mio. Euro. Das wäre eine deutliche Verbesserung gegenüber 2025. Die EU-Handelsschutzmaßnahmen könnten hier positive Impulse liefern, auch wenn die wirtschaftliche Lage in Deutschland weiter angespannt bleibt.
Salzgitter AG Aktie Chart
Interessant wird die mögliche Übernahme der Hüttenwerke Krupp Mannesmann unter alleiniger Verantwortung von Salzgitter. Diese Entwicklung ist in der Prognose noch nicht berücksichtigt. Vorstandschef Groebler fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen und Unterstützung durch EU-Instrumente. Die Nettofinanzschulden stiegen durch Investitionen in die Dekarbonisierung auf 954 Mio. Euro.
Trotz aller Herausforderungen schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie vor. Das ist ein Signal an die Aktionäre, dass man an die Zukunft glaubt. Ob die Prognose für 2026 aufgeht, hängt stark von der Konjunkturentwicklung und den Handelsschutzmaßnahmen ab. Die nächsten Monate werden zeigen, ob Salzgitter den Turnaround wirklich schafft. In einer ersten Reaktion strafte die Börse die Salzgitter-Aktie am Montagmorgen mit einem Minus von mehr als 8 % (Tradegate) ab.
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