Salesforce Aktie: Quartalszahlen am 26. August

Salesforce präsentiert am 26. August Q2-Zahlen. Trotz Kursverlusten seit Jahresbeginn zeigen sich Analysten optimistisch und erhöhen Kursziele.

Auf einen Blick:
  • Quartalszahlen am 26. August erwartet
  • Analysten erhöhen Kursziele deutlich
  • Institutionelle Anleger stocken Anteile auf
  • Aktie notiert über 50-Tage-Durchschnitt

Anleger von Salesforce richten ihren Blick gespannt auf den 26. August. Nach Börsenschluss wird der Software-Konzern seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2027 präsentieren. Während die Aktie seit Jahresbeginn mit einem Minus von 25 % kämpft, zeigen sich renommierte Analysehäuser und institutionelle Investoren im Vorfeld der Veröffentlichung zunehmend optimistisch.

Markterwartungen und Gewinnprognosen

Der Marktkonsens erwartet für das ablaufende Quartal einen Gewinn je Aktie (EPS) von 3,28 US-Dollar bei einem Umsatz von 11,33 Milliarden US-Dollar. Diese Schätzungen liegen leicht über der unternehmenseigenen Prognose, die das Management zuvor mit einer Spanne von 3,25 bis 3,27 US-Dollar für den Zeitraum des zweiten Quartals angegeben hatte.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 konnte Salesforce bereits positiv überraschen: Mit einem Gewinn je Aktie von 3,88 US-Dollar wurde die damalige Erwartung von 3,13 US-Dollar deutlich übertroffen, während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,3 % auf 11,13 Milliarden US-Dollar stieg. Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 hält das Unternehmen bislang an einer EPS-Prognose zwischen 14,06 und 14,12 US-Dollar fest.

Experten sehen deutliches Kurspotenzial

Am heutigen Sonntag hat das Analysehaus Monness Crespi & Hardt sein Kursziel für die Papiere von 200 auf 222 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Die Experten reagieren damit auf die robuste operative Entwicklung des Unternehmens. Auch die Analysten von JPMorgan haben sich positiv positioniert. Sie starteten die Abdeckung mit einem „Overweight“-Rating und einem Ziel von 250 US-Dollar bis Ende 2027.

Laut JPMorgan dürfte das Kernwachstum in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres anziehen. Die Experten betonen, dass der Markt das Margenpotenzial und die Führungsposition im Bereich Customer Relationship Management (CRM) derzeit unterschätze.

Trotz der allgemeinen Marktschwäche in den vergangenen Monaten empfehlen Strategen großer Bankhäuser, Rücksetzer als Kaufgelegenheit zu nutzen, sofern die Gewinnentwicklung der Unternehmen stabil bleibe.

Institutionelles Interesse und Kostendisziplin

Ungeachtet der Volatilität, die den Kurs am Freitag um 2,9 % auf 169,50 € drückte, bleibt das Interesse großer Adressen stabil. Im zweiten Quartal 2026 haben mehrere namhafte Investoren ihre Positionen aufgebaut oder erweitert.

Bridgewater Advisors erwarb rund 5.920 Aktien, während die ABN AMRO Bank für rund 6 Millionen US-Dollar bei dem Cloud-Spezialisten einstieg. Insgesamt befinden sich etwa 80 % der Anteile in den Händen institutioneller Anleger.

Neben den Finanzdaten prägen auch strukturelle Anpassungen das Bild. Salesforce gehört zu den Tech-Unternehmen, die verstärkt auf Automatisierung und KI-gestützte Prozesse setzen. Dies führt zwar einerseits zu Stellenstreichungen innerhalb der Branche, soll aber langfristig die Effizienz steigern.

Charttechnisch notiert das Papier derzeit 13 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt, was auf eine Stabilisierung nach dem schwachen Jahresstart hindeutet. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob der Konzern die hohen Erwartungen an seine KI-Strategie und die Rentabilität erfüllen kann.

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