Die Salesforce-Aktie konnte sich zuletzt knapp über 170 US-Dollar stabilisieren. Für einen Aufschwung reichte es aber nicht. Fielen die Quartalszahlen des CRM-Giganten denn so ernüchternd aus?
Hinter den Erwartungen
Salesforce meldete für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 9,13 Milliarden US-Doolar. Das ist zwar ein Plus von elf Prozent im Jahresvergleich, lag aber haarscharf unter den Erwartungen der Analysten in Höhe von 9,17 Milliarden Dollar.
Was harmlos klingt, ist für Salesforce-Verhältnisse ein mittelschweres Beben: Es ist das erste Mal seit dem Jahr 2006, dass der Konzern die Umsatzprognosen der Wall Street nicht schlagen konnte. Die Ära des scheinbar automatischen, zweistelligen Wachstums scheint vorerst vorbei zu sein.
Noch schwerer wiegt der Blick in die nahe Zukunft. Für das laufende zweite Quartal prognostiziert das Management ein Umsatzwachstum von nur noch sieben bis acht Prozent (ca. 9,20 bis 9,25 Milliarden Dollar). Analysten hatten im Schnitt mit deutlich mehr gerechnet. Auch die berechneten zukünftigen Buchungen (Current Remaining Performance Obligations), ein extrem wichtiger Indikator für das zukünftige Wachstum, blieben hinter den Erwartungen zurück.
Sorgenfalten auf der Stirn
In der anschließenden Telefonkonferenz mit Analysten nannte das Management die Gründe für die Abkühlung, die den Investoren nun Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Unternehmenskunden zögern aktuell beim Abschluss großer, langfristiger Software-Verträge. Budgets werden extrem streng geprüft.
Während viele Technologieunternehmen von der Hardware- und Datenwelle profitieren, befindet sich die Anwendungsebene, auf der Salesforce operiert, in einer Übergangsphase. Viele Kunden halten ihr Geld im Moment zurück, um zu sehen, wie sich generative KI-Agenten entwickeln, bevor sie teure, klassische Salesforce-Lizenzen verlängern oder upgraden. Das Management betonte zwar, dass die Nachfrage nach der neuen Data Cloud hoch sei, diese die Schwäche im Kerngeschäft aber noch nicht kompensieren kann.
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