Salesforce krempelt sein Geschäftsmodell grundlegend um. Der CRM-Gigant hat Anfang Mai eine neue Berichtsstruktur vorgestellt, die das Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2027 konsequent auf seine KI-Strategie ausrichten soll. Künftig werden die Umsätze in zwei Hauptkategorien aufgeteilt: „Agentforce Apps“ auf der einen Seite und „Data 360, Platform & Other“ auf der anderen. Produkte wie Sales Cloud, Slack, MuleSoft und Tableau werden dabei unter KI-fokussierten Oberbegriffen zusammengefasst. Der Markt reagierte positiv auf die Ankündigung, die Aktie legte nach der Präsentation um gut drei Prozent zu.
Agentforce als Wachstumsmotor
Der Blick auf die rückwirkend neu aufbereiteten Zahlen für das Geschäftsjahr 2026 ist aufschlussreich. Der Bereich „Agentforce Apps“ wuchs um sieben Prozent auf rund 26,7 Milliarden Dollar, während „Data 360, Platform & Other“ mit einem Plus von 15 Prozent auf knapp 12,7 Milliarden Dollar noch deutlich schneller zulegte. Insgesamt stiegen die Abonnement- und Supportumsätze um zehn Prozent auf rund 39,4 Milliarden Dollar.
Der eigentliche Hingucker ist jedoch das KI-Segment im engeren Sinne: Allein der Agentforce-Bereich wuchs im Jahresvergleich um 169 Prozent, wenn man ihn separat aus dem kombinierten Data-360-Segment herausrechnet. Das ist eine Hausnummer, die kaum zu ignorieren ist.
Salesforce Aktie Chart
Bewertung und Bilanz sprechen für sich
Trotz dieser Zahlen notiert die Salesforce-Aktie derzeit rund 50 Prozent unter ihrem Allzeithoch, während Umsatz, Gewinn je Aktie und freier Cashflow weiter wachsen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis zukünftiger Schätzungen ist seit 2024 kontinuierlich gefallen, obwohl die Gewinnerwartungen der Analysten stabil geblieben sind. Hinzu kommt eine solide Bilanz mit einem Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA von lediglich 0,29, was im Vergleich zu branchenüblichen Grenzwerten als ausgesprochen konservativ gilt.
Für das Geschäftsjahr 2028 rechnen Analysten mit einer Rückkehr zu zweistelligen Wachstumsraten. Auf Basis dieser Projektion ergibt sich je nach Bewertungsansatz ein fairer Wert zwischen rund 196 und 260 Dollar pro Aktie.
Risiko bleibt ein Faktor
Das zentrale Risiko liegt in der wachsenden Stärke der großen Cloud-Anbieter. Sollten Unternehmen wie Amazon, Google oder Microsoft beginnen, KI, Datenspeicherung und Sicherheitslösungen gebündelt anzubieten, könnte das den Markt für eigenständige Unternehmenssoftware erheblich unter Druck setzen. Salesforce setzt dagegen auf seinen Vorteil in stark regulierten Branchen, wo lückenlose Datenprotokolle und nachweisbare Compliance unverzichtbar sind. Ob dieses Argument auf Dauer trägt, wird sich zeigen.
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