Salesforce-Aktie: Jetzt zuschlagen?

Salesforce erzielt robustes Umsatzwachstum und hohen Cashflow, während der Markt das Unternehmen aufgrund von KI-Bedenken unterbewertet. Die Fundamentaldaten widersprechen der negativen Stimmung.

Auf einen Blick:
  • Umsatz steigt um 12% auf 11,2 Milliarden Dollar im vierten Quartal
  • Free Cashflow von 5,3 Milliarden Dollar in einem einzigen Quartal
  • Forward-KGV von nur 15 gegenüber 21 bei Wettbewerbern
  • 771 Millionen Agentic Work Units zeigen echte KI-Nutzung

Die Börse macht manchmal merkwürdige Dinge. Salesforce wächst weiter, verdient Geld wie eine Druckerpresse und wird trotzdem abgestraft. Der Grund ist simpel: Die Angst vor der sogenannten „SaaSpocalypse“ treibt Anleger aus Software-Aktien heraus. Künstliche Intelligenz soll angeblich das Geschäftsmodell von CRM-Anbietern zerstören. Doch wer sich die Zahlen anschaut, sieht ein völlig anderes Bild.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte Salesforce den Umsatz um 12 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Die operative Marge lag bei starken 34,2 Prozent. Noch beeindruckender: Das Unternehmen generierte in nur drei Monaten einen Free Cashflow von 5,3 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 kommt Salesforce auf 14,4 Milliarden Dollar freien Cashflow bei einem Umsatz von 41,5 Milliarden Dollar. Das sind keine Zahlen eines sterbenden Geschäftsmodells.

Die Diversifikation des Unternehmens wird oft übersehen. Salesforce verdient sein Geld nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum. Diese geografische Streuung sorgt für Stabilität und eröffnet gleichzeitig Wachstumschancen in Märkten, die bei der Digitalisierung noch am Anfang stehen.

Salesforce Aktie Chart

KI als Chance statt Bedrohung

Die Ironie der aktuellen Situation liegt darin, dass ausgerechnet KI als Totengräber für Salesforce dargestellt wird. Dabei zeigen die Zahlen genau das Gegenteil. Die Agentforce 360-Plattform und Slack wachsen schneller als die etablierten Produktlinien. Im vierten Quartal wurden 771 Millionen Agentic Work Units verarbeitet, insgesamt 2,4 Milliarden im Jahr. Das ist keine graue Theorie, kein Zukunftsversprechen, sondern passiert im Hier und Jetzt und lässt sich mit konkreten Zahlen belegen.

Salesforce positioniert sich als Plattform, die Daten, Arbeitsabläufe und KI-Agenten miteinander verbindet. Wenn KI tatsächlich zur Schnittstelle wird, braucht jemand die Kontrolle über Kontext, Autorisierung und Workflows. Genau das ist die Domäne von CRM-Systemen. Die Frage ist schließlich nicht, ob KI kommt, sondern wer am Ende des Tages davon profitiert.

Das Forward-KGV liegt bei etwa 15, während vergleichbare Unternehmen mit dem 21-fachen bewertet werden. Selbst wenn man nur ein KGV von 17 ansetzt, ergibt sich bei einem erwarteten Gewinn von 13,17 Dollar je Aktie ein Kursziel von 224 Dollar. Bei einem KGV von 20 wären es 272 Dollar. Der Markt bestraft Salesforce für eine Angst, die sich in den Fundamentaldaten nicht widerspiegelt. Genau solche Situationen schaffen häufiger Chancen für Anleger mit Mut.

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