An den Börsen wird weiter munter darüber diskutiert, welche Zukunft klassische Software-Unternehmen im Zeitalter von KI-Agenten eigentlich noch haben. Letztere übernehmen immer komplexere Aufgaben und erstellen dafür im Zweifel auch selbständig notwendigen Code. Aufwendige und teure Software-Umgebungen scheinen dadurch nicht länger benötigt zu werden.
Zwar argumentieren einige Experten damit, dass die Panik vor einem Umbruch etwas Überhand genommen haben mag. Der Aktie von Salesforce hat das aber nicht geholfen. Dort ging lediglich das Tempo bei den Verkäufen etwas zurück, doch die Tendenz blieb auch in dieser Woche negativ.
Salesforce auf dem Boden der Tatsachen?
Gerade noch 185,16 US-Dollar standen zu Handelsschluss am Freitag auf dem Ticker und das 52-Wochen-Tief bei 180,24 Dollar bleibt unangenehm nahe. Schmerzhaft ist derweil der Blick auf den Chart. Im noch jungen Jahr wertete die Salesforce-Aktie bereits um knappe 30 Prozent ab. Gegenargumente finden die Bullen momentan offenbar zu wenige.
Salesforce Aktie Chart
Die Prognosen von Salesforce selbst helfen leider auch nicht weiter. Zwar rechnet das Unternehmen mit recht ansehnlichen Umsätzen, sorgte beim Gewinn je Aktie aber eher für lange Gesichter. Die KI-Story verliert nicht nur an Glanz, sie scheint sich ins Gegenteil umzukehren. Was vor einigen Monaten noch als Chance verstanden wurde, scheint im Falle von Salesforce zu einer akuten Bedrohung zu mutieren.
Das riecht nach Panik
In die Zukunft schauen kann letztlich niemand. Ein wenig den Charakter von Panikverkäufen hat die Entwicklung der Salesforce-Aktie in den letzten Wochen aber schon entwickelt. Künstliche Intelligenz wird den Software-Sektor in jedem Fall verändern, daran ist kaum zu rütteln. Ob dadurch Salesforce und andere Unternehmen in die Bedeutungslosigkeit rutschen, daran darf jedoch gezweifelt werden. Rückschläge oder ein Plateau bei technologischen Entwicklungen von KI-Agenten könnten bei der Salesforce-Aktie früher oder später ein Comeback provozieren.
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