Die Aktie von Sable Offshore schießt heute um 5,66 % nach oben. Der Grund ist eine Nachricht, die für das Unternehmen kaum besser sein könnte. Chevron will bereits im April die ersten Öllieferungen von den kalifornischen Plattformen abnehmen. Konkret geht es um 20.000 Barrel pro Tag, die direkt in die Raffinerie El Segundo bei Los Angeles fließen sollen.
Das ist ein enormer Erfolg für Sable Offshore. Denn das Unternehmen kämpft seit Monaten gegen massiven Widerstand von Umweltschützern. Die Plattformen vor der Küste von Santa Barbara waren stillgelegt. Erst vor wenigen Wochen hat die Trump-Regierung grünes Licht für den Neustart gegeben. Energieminister Chris Wright handelte dabei auf Basis einer präsidialen Anordnung.
Sable Offshore Corp. Aktie Chart
Chevron setzt auf amerikanisches Öl für amerikanische Autofahrer
Andy Walz, Chef des Downstream-Geschäfts bei Chevron, macht keinen Hehl aus seiner Begeisterung. „Wir halten die Sable-Gelegenheit für gut für Amerika“, sagte er am Rande der CERAWeek-Konferenz in Houston. Seine Begründung ist simpel und einleuchtend zugleich. Amerikanisches Öl durch amerikanische Pipelines in amerikanische Raffinerien für amerikanische Autofahrer. Und das Ganze billiger als Importe.
Die Raffinerie El Segundo kann täglich 269.000 Barrel verarbeiten. Die 20.000 Barrel von Sable sind da zunächst nur ein Anfang. Denn die Plattformen könnten schnell auf 45.000 bis 55.000 Barrel täglich hochfahren. Für Kalifornien mit seinen hohen Benzinpreisen wäre das eine spürbare Entlastung.
Anleger setzen jetzt darauf, dass Sable Offshore die Produktion zügig hochfährt und weitere Abnehmer findet. Die Nachfrage in Kalifornien ist da, die politische Rückendeckung aus Washington ebenfalls. Jetzt muss nur noch die Förderung anlaufen.
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