Wer bei Rüstungskonzernen nur auf den Umsatz schaut, hat bei Saab im ersten Quartal 2026 einen schlechten Tag. Wer auf den Gewinn schaut, einen sehr guten.
Der Haken steckt im Auftragseingang
Die Schweden meldeten am Donnerstag einen Umsatz von 19,16 Milliarden Schwedischen Kronen, ein Plus von 21,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Organisch wuchs Saab sogar um 23,6 Prozent. Klingt stark, und das ist es auch, allerdings hatten Analysten im Factset-Konsens mit 19,61 Milliarden gerechnet. Knapp daneben, aber eben daneben.
Beim operativen Gewinn sieht die Sache anders aus. Das EBIT kletterte um 32 Prozent auf 1,92 Milliarden Kronen. Der Konsens lag bei 1,70 Milliarden. Die operative Marge stieg auf 10,0 Prozent, nach 9,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Saab erklärt das mit Umsatzwachstum und operativem Hebel auf der Kostenseite, was schlicht bedeutet: Das Unternehmen wird effizienter, während es wächst.
Große Orders blieben aus
Dann ist da noch der Auftragseingang. 18,24 Milliarden Kronen, nach 19,14 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Ein Rückgang von gut 4,7 Prozent. Das klingt zunächst nach einem Problem, ist aber differenzierter. Mittlere Aufträge legten um 28 Prozent auf 9,46 Milliarden zu. Was fehlte, waren die großen Deals: Großaufträge kamen auf nur noch 3,50 Milliarden, nach 5,29 Milliarden im Vorjahr. Solche Schwankungen sind im Rüstungsgeschäft nichts Ungewöhnliches, große Verträge kommen selten gleichmäßig.
CEO Micael Johansson kommentierte das erwartbar gelassen: „Mittlere Aufträge stiegen deutlich, und das Book-to-Bill-Verhältnis in den Bereichen Surveillance und Dynamics lag bei 1,2. Die Marktbedingungen bleiben günstig mit solider Aktivität in allen Geschäftsbereichen.“
Saab AB Aktie Chart
Operativer Cashflow dreht ins Positive
Was im Zahlenwerk auffällt: Der operative Cashflow sprang von minus 14 Millionen Kronen im Vorjahresquartal auf plus 1,02 Milliarden. Das ist keine Kleinigkeit. Saab verbrennt kein Geld mehr, sondern verdient es zunehmend.
Alle Geschäftsbereiche, von Aeronautics über Surveillance bis zu Kockums, lieferten zweistelliges Umsatzwachstum. Besonders stark entwickelte sich laut Saab der Bereich Surveillance.
Auf Kurs, sagt Johansson
„Die Nachfrage nach Saabs führenden Lösungen in den Bereichen Luft, Land und See bleibt hoch. Mit einem großen Auftragsbestand und anhaltend starker Marktnachfrage sind wir gut auf Kurs, unsere mittelfristigen Ziele zu erreichen“, so Johansson weiter. Das klingt nach Pflichtformel, aber die Zahlen geben ihm recht, zumindest was die Profitabilität angeht. Die Umsatzerwartung knapp verfehlt, der Gewinn war satt drüber. Für einen Rüstungskonzern im Aufschwung ist das die richtige Reihenfolge.
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