Der Energiekonzern Rwe hat am Donnerstag ehrgeizigere Ziele für die kommenden Jahre vorgelegt. Der Gewinn je Aktie soll bis 2031 auf 4,40 Euro steigen, wie das Unternehmen mitteilte. Im abgelaufenen Jahr 2025 erreichte RWE nach bereinigten Zahlen 2,50 Euro. Für 2026 prognostiziert der Essener Konzern 2,55 Euro, im Jahr darauf dann 3,05 Euro.
Die Prognose für 2026 liegt über den durchschnittlichen Erwartungen der vom Unternehmen befragten Analysten, während sie für 2027 leicht darunter bleibt. Als Grundlage für dieses beschleunigte Gewinnwachstum plant RWE Nettoinvestitionen von 35 Milliarden Euro über die nächsten fünf Jahre. Diese Summe war zuvor für den Zeitraum von 2025 bis 2030 vorgesehen worden.
Fokus auf den amerikanischen Markt
Fast die Hälfte der geplanten Investitionen soll in den US-Markt fließen. Von den 35 Milliarden Euro sind allein 17 Milliarden Euro für die Vereinigten Staaten vorgesehen, wo RWE neben erneuerbaren Energien nun auch auf Gas setzt. Die installierte Kapazität in den USA soll bis 2031 von derzeit 13 Gigawatt auf 22 Gigawatt steigen.
Das Geld fließt in Wind- und Solarparks, Batteriespeicher sowie flexible Erzeugungsanlagen. Diese strategische Ausrichtung erscheint bemerkenswert, da die Branche für grüne Energie unter US-Präsident Donald Trump unter Druck geraten ist. Trump hatte sich gegen den Ausbau von Offshore-Windenergie ausgesprochen. Allerdings wächst der Strombedarf in den USA stark, getrieben durch den Bau energieintensiver Rechenzentren und künstliche Intelligenz.
RWE AG Aktie Chart
Höhere Ausschüttungen für Aktionäre geplant
Die Aktionäre sollen künftig stärker am Erfolg beteiligt werden. RWE kündigte an, die Dividende ab sofort um zehn Prozent jährlich zu erhöhen, nachdem bisher eine Spanne von fünf bis zehn Prozent kommuniziert worden war. Für 2025 plant das Unternehmen eine Ausschüttung von 1,20 Euro je Aktie, für 2026 sind 1,32 Euro vorgesehen. Analysten hatten mit niedrigeren Werten gerechnet.
Beim bereinigten EBITDA erwartet RWE für 2026 zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro, nachdem im vergangenen Jahr ein Rückgang auf 5,087 Milliarden Euro von zuvor 5,68 Milliarden Euro verzeichnet wurde. Für 2027 peilt der Konzern einen operativen Gewinn zwischen 6,2 und 6,8 Milliarden Euro an.
Wie sich die politischen Rahmenbedingungen in den USA weiterentwickeln und inwieweit die ehrgeizigen Ausbauziele tatsächlich erreicht werden können, dürfte für Anleger in den kommenden Quartalen zu beobachten sein. Die Diversifikation des Portfolios mit Gas könnte dabei als Absicherung dienen, lässt aber auch Fragen zur langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie aufkommen.
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