RWE: Goldman Sachs hebt Ziel auf 68,50 Euro

Analysten sehen RWE trotz leichter Kursverluste positiv. Goldman Sachs hebt das Kursziel an, während Bernstein Research die Aktie mit Market-Perform bewertet.

Auf einen Blick:
  • Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 68,50 Euro
  • Bernstein Research bewertet mit Market-Perform
  • Aktie notiert nahe 50-Tage-Durchschnitt
  • Politische Diskussion um Pachtpreise für Windkraft

Die Aktie von Rwe gibt am Freitag leicht nach. Ein Minus von 2,24 Prozent drückt den Kurs auf 56,62 Euro. Dennoch bleibt der Energiekonzern im Fokus der Analysten – mit positiven Signalen.

Goldman Sachs hebt Kursziel an

Die Investmentbank Goldman Sachs belässt RWE auf „Buy“ und erhöht das Kursziel von 68,00 Euro auf 68,50 Euro. Analyst Alberto Gandolfi rechnet mit einer strukturell steigenden Stromnachfrage in Europa. Davon könne RWE überdurchschnittlich profitieren.

Hinzu kommt das US-Geschäft. Die milliardenschweren Investitionen des Konzerns dürften sich laut Gandolfi bis 2031 zunehmend auszahlen.

Parallel dazu bewertet Bernstein Research die Aktie mit „Market-Perform“ und einem Kursziel von 57,00 Euro. Die Analysten verweisen auf die zuletzt wieder anziehenden Windkraftauktionen in Europa. Großbritannien bleibe für RWE einer der sichersten Märkte.

Kurs in der Konsolidierung

Der aktuelle Kurs von 56,62 Euro liegt rund neun Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 62,00 Euro – erreicht am 30. April. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 20,85 Prozent zu Buche.

Die Aktie notiert nahe ihres 50-Tage-Durchschnitts von 57,78 Euro. Die annualisierte Volatilität der vergangenen 30 Tage liegt bei knapp 28 Prozent. Ein konsolidierendes Umfeld.

Politische Diskussion um Pachtpreise

Unabhängig von der Unternehmensentwicklung fordert der Stadtwerkeverband VKU eine gesetzliche Begrenzung der Flächenpachten für Windenergieanlagen. Die Begründung: Pachtpreise von bis zu 30 Prozent der Windpark-Umsätze gefährdeten die Wirtschaftlichkeit von Projekten. Diskutiert wird eine Deckelung auf drei bis fünf Prozent der jährlichen Erlöse.

Kurz gesagt: ein regulatorisches Risiko für die Branche. Für RWE als etabliertem Betreiber in Großbritannien und den USA aber kein akutes Problem. Derweil bleibt abzuwarten, ob die Analysten mit ihren optimistischen Prognosen Recht behalten – die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die Strategie aufgeht.

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