RWE meldet Fortschritt beim Rückbau des Kernkraftwerks Biblis. Demnach wurde vor wenigen Tagen der letzte von insgesamt vier Kühltürmen zu Boden gebracht. Das niederländische Unternehmen Laarakkers schwächte den 80‑Meter‑Turm durch Schlitze und das ferngesteuerte Entfernen von Stützen so weit, dass er kontrolliert in sich zusammenfiel.
RWE betont, dass keine umliegenden Gebäude außerhalb des vorgesehenen Abrissbereichs beeinträchtigt wurden.
Rwe-Aktie: Konzern betont Artenschutz
RWE‑Rückbauleiter Ralf Stüwe bezeichnet den Fall des letzten Kühlturms als sichtbaren Fortschritt beim Rückbau und als Beleg dafür, dass der Konzern den politisch beschlossenen Atomausstieg konsequent umsetzt.
Die Kühltürme waren während des Kraftwerksbetriebs nicht radioaktiv belastet. Sie dienten lediglich dazu, den Rhein bei Hitze oder Niedrigwasser nicht übermäßig mit Wärme zu belasten.
Vor dem Abriss musste RWE umfangreiche artenschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen umsetzen. Dazu gehören acht Schwalbenhäuser mit Platz für mehrere hundert Tiere. Ein unabhängiger Gutachter überwacht die Maßnahmen über fünf Jahre hinweg und berichtet jährlich an die Behörden.
RWE-Aktie: Biblis wurde bereits 2011 abgeschaltet
Zur Einordnung: Mit dem Fall des letzten Kühlturms ist ein symbolträchtiger Teil des Kraftwerks verschwunden. Der Rückbau des Standorts Biblis bleibt eines der größten Kernenergie‑Demontageprojekte in Deutschland.
Das Kernkraftwerk hatte rund 2,5 Gigawatt in das Stromnetz eingespeist und war damit das zweitleistungsfähigste Atomkraftwerk Deutschlands. Der Standort in Hessen hatte 1974 den ersten Strom geliefert und wurde 2011 infolge der Fukushima-Katastrophe in Japan abgeschaltet. Der Rückbau begann 2017.
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