Rwe nutzt italienische Äcker ab sofort doppelt. Der Essener Energiekonzern hat am 2. Juli 2026 seine ersten kommerziellen Agri-Photovoltaik-Anlagen in der Provinz Benevento in Betrieb genommen. Die neue Technik verbindet die Erzeugung von Solarstrom mit klassischer Landwirtschaft und markiert einen wichtigen Schritt in der europäischen Expansion.
In der Region Kampanien produzieren die Standorte Morcone und Acquafredda nun grünen Strom. Rund 32.500 Solarmodule versorgen rechnerisch über 13.000 Haushalte. Die Besonderheit liegt in der speziellen Konstruktion der Parks.
RWE montiert die Module auf drei Meter hohen, beweglichen Strukturen. Unter den Solarpaneelen wachsen künftig Kulturen wie Luzerne, Hafer oder Kräuter. Das System schützt die Pflanzen vor Hagel und senkt durch den Schattenwurf den Wasserverbrauch auf den Feldern.
Expansion in Griechenland und Deutschland
In Nordgriechenland hat RWE derweil gemeinsam mit dem Partner PPC ein Großprojekt abgeschlossen. Neun neue Solarparks liefern dort eine Kapazität von 930 Megawatt. Diese Anlagen decken den Jahresbedarf von über 400.000 Haushalten.
Im Rheinischen Revier baut der Versorger seine Kapazitäten ebenfalls aus. Das Solarprojekt an der Autobahn A44n erhält im vierten Quartal eine Erweiterung um 20 Megawatt. Im Spätsommer 2026 startet dort parallel dazu der Bau eines neuen Batteriespeichers mit 150 Megawattstunden Kapazität.
Aktie setzt Aufwärtstrend fort
Das Papier reagiert positiv auf die operativen Fortschritte und legte am Donnerstag um 1,61 Prozent auf 56,86 Euro zu. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf über 21 Prozent. Der Titel notiert aktuell stabil über seinem 100-Tage-Durchschnitt.
Die nächsten Meilensteine für den Konzern stehen fest. Im vierten Quartal 2026 soll die Erweiterung am Niederrhein ans Netz gehen. Für das Jahr 2027 plant RWE die Inbetriebnahme weiterer griechischer Projekte mit über 500 Megawatt Leistung.
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