Eine Neuerung bei den Managementgebühren und solide Jahreszahlen bestimmen derzeit das Bild bei Ruffer Investment Company. Die Investmentgesellschaft koppelt ihre jährliche Verwaltungsgebühr künftig enger an den Börsenwert und schüttet zudem eine weitere Zwischendividende an die Anteilseigner aus. An der Börse notiert der Titel heute bei 2,97 GBP, was einem Plus von 1,1 % entspricht.
Geringere Belastung bei Kursabschlägen
Im Mittelpunkt der jüngsten Unternehmensentscheidungen steht eine Anpassung der Kostenstruktur für Anleger. Ab Januar wird die jährliche Verwaltungsgebühr in Höhe von 1 % auf der Grundlage des jeweils niedrigeren Werts aus Marktkapitalisierung oder Nettovermögen berechnet.
Mit diesem Schritt gleicht die Gesellschaft die Gebührenbelastung an eventuelle Abschläge des Aktienkurses gegenüber dem Nettoinventarwert an. Für Investoren bedeutet dies, dass Phasen mit Bewertungsabschlägen nicht mehr mit vollen Gebühren auf das höhere Nettovermögen einhergehen.
Gleichzeitig gab das Unternehmen die Ausschüttung einer zweiten Zwischendividende für das zum 30. Juni 2026 beendete Geschäftsjahr bekannt. Die Dividende beläuft sich auf 3,32 Pence je Aktie. Als Ex-Dividenden-Tag wurde der 8. Oktober festgelegt, gefolgt vom Stichtag am 9. Oktober. Die Auszahlung an die Aktionäre ist für den 23. Oktober 2026 vorgesehen.
Solide Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr
Die Beschlüsse flankieren den vorgelegten Jahresbericht für die zwölf Monate bis Ende Juni 2026. In diesem Zeitraum erzielte Ruffer Investment Company eine Gesamtrendite auf den Nettoinventarwert von 4,6 %, während die Gesamtrendite auf Basis des Aktienkurses bei 5,5 % lag.
Medienberichten zufolge kletterte der Nettoinventarwert je Anteilsschein zum Stichtag 30. Juni 2026 auf 301,70 Pence, verglichen mit 295,06 Pence ein Jahr zuvor. Die Führung des Hauses zeigte sich dabei weiterhin zuversichtlich hinsichtlich der verfolgten Allwetter-Strategie des Portfolios. Eine aktuelle Aktualisierung per 30. September 2026 bezifferte den Nettoinventarwert je Aktie auf 3,0499 GBP.
Zukauf aus den Reihen des Vorstands
Zusätzliche Unterstützung signalisierte die Führungsebene am Freitag über den Markt. Das nicht geschäftsführende Vorstandsmitglied Nicholas Pink erwarb 8.231 Aktien der Gesellschaft. Durch diese Transaktion baute er seinen Bestand von 75.769 auf nun 84.000 Anteilsscheine aus, was einem Anteil von 0,022 % des ausgegebenen Grundkapitals entspricht.
Mit dem aktuellen Kursniveau von 2,97 GBP liegt das Papier rund 6,8 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 3,19 GBP. Die anstehenden Termine für die Dividendenausschüttung sowie die zum Jahreswechsel greifende Neuregelung der Gebühren setzen für Anleger klare operative Eckpunkte für die kommenden Monate.
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