Rüstungs-Aktien nach Maduro-Festnahme auf dem Vormarsch

Die Festnahme Maduros rückt geopolitische Risiken schlagartig in den Fokus. Rüstungsaktien reagieren – und könnten 2026 vor einer neuen Aufwärtsphase stehen.

Auf einen Blick:
  • Geopolitische Risiken steigen abrupt
  • Rüstungsbudgets langfristig höher
  • Rheinmetall profitiert mehrfach
  • Drohnen als neuer Wachstumstreiber

Liebe Leserinnen und Leser,
das neue Jahr begann mit einem lauten Paukenschlag auf der Weltbühne. US-Spezialeinheiten der Gruppe Delta Force flogen – flankiert von Raketen-Präzisionsschlägen – mit Militärhubschrauben ins venezolanische Caracas und nahmen dort den Präsidenten Nicolas Maduro und seine Frau fest. Rechtlich höchst komplex ist die Mission, immerhin ging sie am US-Kongress vorbei, ein UN-Mandat hatte sie auch nicht. Sicher, Maduro ist kein Unschuldslamm, doch der von US-Präsident Donald Trump veranlasste Einsatz zeigt, dass die USA auf Basis ihrer eigenen Rechtsauslegung handeln. Das Wiederum stellt dann die uns bekannte Weltordnung noch mehr infrage und könnte im schlimmsten Fall das Ende internationaler Regeln bedeuten.

Man darf jetzt nicht alles schwarzsehen. Vielleicht beruhigt sich die Lage sehr schnell und eine neue Regierung in Caracas überzeugt die USA, dass man alles unternehmen werde, um Drogenschmuggel zu unterbinden – darum geht es den USA offiziell. Sollte sich jedoch zeigen, dass die USA es – wie spekuliert wird – auf das venezolanische Öl abgesehen haben, um unter geopolitischer Betrachtung bei einer Eskalation zwischen den USA und China bessere (Rohstoff-)Karten zu haben, dann ist die Festnahme noch nicht das Ende des Plans und das Völkerrecht wurde mit Füßen getreten. Anzeichen dafür gibt es. Seit der Amtseinführung Trumps hat das Land einen starken Autarkie-Kurs unternommen, günstiges Öl aus Venezuela könnte ebenso zum langfristigen Plan gehören, wie wichtige seltene Erden, die im grönländischen Boden vermutet werden.

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Egal was im Kopf des US-Präsidenten vorgeht: Solche Szenarien waren bis vor zwei Jahren noch völlig undenkbar, Wahrscheinlichkeit 0%. Wo vorher die 0 stand, ist jetzt jedoch ein Risiko vorhanden, das abbildet, dass die Weltordnung und auch unsere Sicherheitsarchitektur bedroht sind. Der Markt reagiert auf sowas schnell: Gold und Silber ziehen trotz Rekordwerte weiter an, Rüstungswerte klettern ebenfalls.

Im Vorjahr war es noch so, dass Rüstungsaktien sensibel auf Ukraine-News reagiert haben. Zeichnete sich ein Schritt Richtung Frieden ab, ging es mit den Kursen nach unten – wurde klar, dass ein Frieden fernbleibt, stiegen die Aktien wieder. Dies könnte sich in diesem Jahr ändern. Die Welt rüstet nicht mehr auf, weil eine Eskalation im Krieg Russland gegen die Ukraine befürchtet wird, sondern weil die Weltordnung – wenn auch zu einem kleinen Prozentsatz – in Gefahr ist. Über Jahre wurde sich bei Militärgütern kaputtgespart, das hat jetzt ein abruptes Ende. Das Selbstverständnis, dass die USA abschreckend genug sind, um Bedrohungen überhaupt aufkommen zu lassen, ist weg. Und wer sich nicht mehr auf US-amerikanische Flugzeuge und Kriegsschiffe verlassen kann, der braucht selbst welche, um Bedrohungen zu begegnen. Dies so schnell wie möglich und in großer Stückzahl.

Wer den Rüstungsboom der Vorjahre verpasst hat, der sollte sich überlegen, ob sich nach der Branchenkorrektur ab Herbst vielleicht jetzt eine zweite Chance ergeben hat. Rüstungsaktien sind aus meiner Sicht ein logisches Play für 2026 – favorisiert wird dabei von mir die der Deutsche Rüstungsprimus Rheinmetall. Rheinmetall hat die Angebotspalette und Innovationskraft, um auf viele Jahre von den steigenden Wehretats zu profitieren. Erst gestern meldete Rheinmetall einen weiteren Auftrag aus dem Bereich der 30-mm-Munition. Solche Meldungen wirken auf den ersten Blick unspektakulär, sind für das Geschäftsmodell aber von zentraler Bedeutung. Denn es ist ein Nachfolge-Auftrag, der den Investoren noch einmal in Erinnerung ruft, dass Munition ein Verbrauchsgut ist und damit wiederkehrendes Geschäft. Es handelt sich also nicht um einen einmaligen Großauftrag, sondern um einen Baustein in einer langfristigen Lieferbeziehung.

Rheinmetall profitiert mehrfach. Zum einen sichern wiederkehrende Nachbestellungen eine hohe Grundauslastung der Produktionskapazitäten. Zum anderen entstehen rund um den Verkauf von Militärgütern wie etwa Panzer zusätzliche Erlösquellen: Wartung, Instandsetzung, Ersatzteile, Modernisierungen und logistische Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Diese Folgeumsätze sorgen für regelmäßige Einnahmen, die noch nicht vollständig in der Aktie eingepreist sind.

Aktuell geht es aber zunächst um den Verkauf von Militärgütern jeglicher Art. Die Bundeswehr, europäische Partner und zahlreiche andere NATO-Staaten stehen vor der Aufgabe, jahrzehntelange Unterinvestitionen aufzuholen. Das betrifft nicht nur neue Fahrzeuge und Systeme, sondern auch Munition und Einsatzbereitschaft – ein Bereich, in dem Rheinmetall in Europa eine Schlüsselrolle einnimmt.

Neben Rheinmetall bleibt auch AeroVironment eine der spannendsten Positionierungen im Defense-Sektor. Das Unternehmen profitiert vom Siegeszug unbemannter Drohnen, die sich vom einstigen industriell genutzten Aufklärungswerkzeug zum festen Bestandteil moderner Kriegsführung entwickelt haben. Denn Drohnen sind äußerst kosteneffizient, in großer Stückzahl schnell produzierbar und taktisch flexibel.

Aktuell sorgen neue Aufträge, steigende internationale Nachfrage und ein wachsender Service-Anteil für Rückenwind, wenngleich die Aktie im Herbst harsch korrigierte. Doch die Gemeinde der Defense-Investoren wird größer und Aerovironment ist ein spannendes Play für 2026. Die Nachfrage nach Drohnen boomt und auch bei Aerovironment endet das Geschäft nicht mit der Auslieferung. Software-Updates, Schulungen, Ersatzteile und Systemanpassungen sorgen zusätzlich zum Verkauf für wiederkehrende Umsätze und erhöhen die Kundenbindung. Gleichzeitig investieren die USA und ihre Verbündeten massiv in Drohnenabwehr und vernetzte Systeme – ein Umfeld, in dem Aerovironment strategisch hervorragend positioniert ist.

Für ein Depot, das 2026 mehr Defense verträgt, könnten Rheinmetall und Aerovironment eine schöne Kombination darstellen: Rheinmetall als europäischer Systemanbieter mit Allroundangebot und langfristigen Serviceverträgen; Aerovironment als technologisch führender Spezialist für (Verbrauchs-)Drohnen und Drohnen-Überwachung.

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