RTL Group ordnet eines seiner wichtigsten Formate neu. Ab 2028 übernimmt BBC Studios Germany die Produktion der Erfolgsshow „Let’s Dance“. Damit endet eine jahrelange Partnerschaft mit dem bisherigen Produzenten Seapoint Productions.
Der Wechsel markiert eine Zäsur für den Kölner Sender. Seapoint betreut das Format noch bis zur Jubiläumsstaffel im Jahr 2027. Danach wandert die Verantwortung vollständig zur deutschen Tochter des britischen Medienriesen BBC.
Kontinuität trotz Wechsel
Für die Zuschauer ändert sich vorerst wenig. RTL hält am bewährten Konzept fest. Die Jury und das Moderatoren-Team bleiben ebenso erhalten wie der Produktionsstandort in Köln. Das Ziel ist eine stabile Marktführerschaft am Freitagabend über den Wechsel hinaus.
An der Börse reagierten die Anleger zuletzt verhalten. Die Aktie schloss den Handel am Freitag bei 32,30 Euro ab. Das entspricht einem Rücksetzer von 1,5 Prozent gegenüber dem Vortag.
Auf Monatssicht steht dennoch ein Plus von gut acht Prozent zu Buche. Damit erholt sich das Papier langsam von den Tiefstständen im Mai. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 39,00 Euro bleibt mit rund 17 Prozent jedoch signifikant.
Chartbild bleibt angespannt
Technisch gesehen kämpft RTL noch mit Widerständen. Der Kurs notiert aktuell unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 33,96 Euro. Auch die 200-Tage-Linie bei 34,77 Euro liegt derzeit außer Reichweite.
Die Marktteilnehmer zeigen sich unentschlossen, was sich auch in den technischen Indikatoren widerspiegelt. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 50,4 ein neutrales Momentum. Die annualisierte Volatilität liegt derweil bei rund 33 Prozent.
Die Neuausrichtung bei der wichtigsten Unterhaltungsshow zeigt die langfristige Planungssicherheit des Managements. Kurzfristig rückt nun die Entwicklung der Werbeeinnahmen in den Blickpunkt. Die nächste Bewährungsprobe für den Kurs liegt beim Überwinden der 34-Euro-Marke.
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