RPM International hat im dritten Geschäftsquartal Rekordergebnisse vorgelegt. Der Umsatz kletterte um 8,9 Prozent auf 1,61 Milliarden Dollar und lag damit 60 Millionen über den Analystenschätzungen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 0,57 Dollar übertraf die Erwartungen um satte 0,22 Dollar — eine Steigerung von 62,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Bemerkenswert daran: Das gelang in einem Umfeld, das CEO Frank Sullivan selbst als „volatile Marktbedingungen“ beschrieb. Während die DIY-Märkte schwächeln, konzentrierte sich RPM auf wachsende Segmente — Hochleistungsgebäude, Infrastrukturprojekte, Schutzbeschichtungen. Das organische Wachstum lag bei 3,0 Prozent, Zukäufe steuerten weitere 3,5 Prozent bei, günstige Wechselkurse 2,4 Prozent.
Alle drei Segmente liefern ab
Die Construction Products Group steigerte den Umsatz um 10,5 Prozent auf 546,7 Millionen Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis schoss um 178,8 Prozent nach oben — von 10,9 auf 30,3 Millionen Dollar. Dazu trugen laut Unternehmen breit angelegte Stärke bei Dachlösungen, Wandsystemen und Betonzusätzen bei. Auch die Erholung nach dem Regierungsstillstand half.
Die Performance Coatings Group wuchs um 8,4 Prozent auf 496,8 Millionen Dollar. Schutzbeschichtungen und passiver Brandschutz liefen besonders gut, ebenso die Nachfrage aus Schwellenländern nach Infrastruktur- und Hochleistungsgebäudelösungen. Das bereinigte EBIT kletterte um 20,0 Prozent.
Selbst die Consumer Group, die unter schwacher DIY-Nachfrage litt, steigerte den Umsatz um 7,9 Prozent auf 564,5 Millionen Dollar — allerdings hauptsächlich durch Übernahmen. Organisch ging es um 2,4 Prozent zurück. Dennoch: Das bereinigte EBIT legte um 15,0 Prozent zu, getrieben durch Effizienzmaßnahmen des MAP-Programms.
Operative Verbesserungen zahlen sich aus
Das MAP-Programm — RPMs Effizienzinitiative — zeigt Wirkung. Im dritten Quartal nahm das Unternehmen 22,1 Millionen Dollar an Vorsteuerkosten für SG&A-fokussierte Optimierungen in Kauf. Die Rechnung geht auf: Die verbesserte Fixkostenauslastung durch höhere Volumina trieb die Margen in allen Segmenten nach oben. Das bereinigte EBIT auf Konzernebene stieg um 48,8 Prozent auf 116,4 Millionen Dollar.
Der operative Cashflow der ersten neun Monate erreichte 656,7 Millionen Dollar — der zweithöchste Wert in der Unternehmensgeschichte. RPM schüttete 255,3 Millionen an die Aktionäre aus, 5,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
RPM International Inc. Aktie Chart
Prognose bestätigt, Kalzip übernommen
Für das vierte Quartal bekräftigte Sullivan die Prognose: Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich, bereinigtes EBIT-Wachstum im niedrigen bis hohen einstelligen Bereich. Das trotz schwierigerer Vergleichswerte und geopolitischer Unsicherheiten im Nahen Osten, die laut Sullivan „Kosten und Komplexität“ ins Geschäft bringen.
Ende März schloss RPM die Übernahme von Kalzip ab, einem Spezialisten für Metalldächer und Fassaden mit 75 Millionen Euro Umsatz. Das Unternehmen wird in die Construction Products Group integriert.
Die Gesamtverschuldung stieg auf 2,56 Milliarden Dollar, hauptsächlich zur Finanzierung von Übernahmen. Die Liquidität sank auf 1,02 Milliarden Dollar. RPM verlängerte seine revolvierende Kreditlinie bis Februar 2031 und behielt das Volumen bei 1,35 Milliarden Dollar bei.
Die Zahlen kamen an der Börse gut an. Kurz vor Handelsstart in den USA notierte die Aktie vorbörslich bei 106,20 USD und damit knapp 10% im Plus.
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