Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen kletterte zuletzt auf 5,33%, den höchsten Stand seit 2007. Der Hintergrund: Die Staatsschulden der USA überschritten jüngst die Marke von 40 Bio. Dollar, und mit den Rekordschulden steigt aus Anlegersicht auch das Rückzahlungsrisiko, wofür sie sich zunehmend entschädigen lassen. Auch Deutschland, lange der Inbegriff solider Staatsfinanzen, muss tiefer in die Tasche greifen: Bei der jüngsten Auktion 30-jähriger Bundesanleihen zahlte der Bund eine Emissionsrendite von 3,78%, so viel wie seit 16 Jahren nicht mehr.
Die jährliche Zinslast des Bundes könnte laut Commerzbank-Schätzungen bis 2030 auf 80 Mrd. Euro steigen, während der Nettofinanzierungsbedarf allein für 2027 auf gut 204 Mrd. Euro veranschlagt wird. Aufrüstung, Sondervermögen, Rekordneuverschuldung, die Rechnung dafür wird jetzt präsentiert, und der Markt verliert spürbar Vertrauen in Schuldner, die jahrzehntelang als über jeden Zweifel erhaben galten.
Sicherer Hafen Gold
Das schwindende Vertrauen erklärt eine Entwicklung, die auf den ersten Blick paradox wirkt: Gold hat zuletzt spürbar zugelegt, obwohl die Anleiherenditen auf hohem Niveau notieren und der Markt zeitweise sogar mit weiteren Zinserhöhungen rechnet. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Gold keine Zinsen und keine Dividende zahlt. Wer Gold hält, verzichtet auf die Rendite, die Anleihen bieten, und je höher die Zinsen, desto teurer wird dieser Verzicht.
Steigende Renditen gelten deshalb normalerweise als Gift für den Goldpreis. Wenn Anleger trotzdem zugreifen, obwohl sichere Staatsanleihen so viel abwerfen wie seit Jahrzehnten nicht mehr, sagt das etwas Grundsätzliches aus: Gold wird derzeit weniger wegen der Rendite gekauft, die es ohnehin nicht bietet, sondern als Versicherung gegen ein Finanzsystem, dem Anleger offenbar nicht mehr uneingeschränkt trauen.
Nach einer der stärksten August-Rallyes der letzten Jahre, in der der Preis um rund 16% auf zeitweise 4.640 Dollar je Feinunze kletterte, hat Gold zuletzt zwar etwas nachgegeben, ausgelöst durch neue Zinserhöhungs-Spekulationen nach Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh. Am grundsätzlichen Bild ändert das aber nichts.
Royal Gold: Klarer Vorteil gegenüber Minenaktien-Investments
Wer an dieser Story teilhaben will, muss dabei nicht zwangsläufig physisches Gold kaufen oder sich mit den Risiken einer klassischen Minenaktie auseinandersetzen. Royal Gold bietet einen dritten Weg. Das Unternehmen betreibt keine einzige eigene Mine, profitiert aber enorm von steigenden Goldpreisen.
Denn die Royal Gold-Experten finanzieren ausgesuchten Minengesellschaften den Ausbau ihrer Projekte vor und das Unternehmen erhält im Gegenzug entweder einen festen Anteil an der späteren Produktion zu stark vergünstigten Konditionen oder eine prozentuale Beteiligung am Umsatz.
Dieses kapitalleichte Modell hat einen entscheidenden Vorteil: Steigende Energie- und Lohnkosten, die klassischen Produzenten die Marge verhageln, treffen Royal Gold praktisch nicht, während ein steigender Goldpreis fast ungebremst durchschlägt. Das Portfolio ist zudem breit über Dutzende Projekte weltweit gestreut, was das Risiko eines Ausfalls einzelner Minen deutlich reduziert.
Hoher Goldpreis sorgt für Rekord-Ergebnisse
Wie stark der Goldpreishebel wirkt, zeigt das zweite Quartal. Der Umsatz sprang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 115% auf 451 Mio. Dollar, der operative Cashflow erreichte mit 335 Mio. Dollar einen Rekordwert. Der Gewinn kletterte um 79% auf 236 Mio. Dollar. Beim operativen Ausblick zeigt sich das Management zuversichtlich. Die Gold- und Silberverkäufe, die über 80% des Geschäfts ausmachen, liegen gut im Rahmen der Jahresprognose, Kupfer und die übrigen Metalle steuern sogar auf das obere Ende der Spannen zu.
Läuft es bei den aktuellen Metallpreisen weiter, will Royal Gold zudem bis zum vierten Quartal sämtliche Schulden zurückzahlen. Der hohe Cash-Zufluss soll darüber hinaus auch an die Aktionäre gehen. Die Dividende wurde zuletzt zum zehnten Mal in Folge erhöht, gezahlt wird seit 27 Jahren ohne Unterbrechung.
Womöglich läuft es demnächst sogar noch besser. Die Goldpreis-Prognosen wurden zuletzt reihenweise angehoben: Für 2027 gelten inzwischen Preise von mehr als 5.000 Dollar je Feinunze als realistisch, die Jahresendziele für 2026 reichen je nach Bank von 4.900 bis 6.300 Dollar.
Gold-Investments zur Depotbeimischung als Alternative zum Banktresor
Royal Gold verbindet zwei Dinge, die selten zusammenkommen: den defensiven Schutz eines Edelmetalls und die volle Teilhabe an dessen Kurspotenzial, ohne die operativen Risiken einer klassischen Minengesellschaft zu tragen.
Solange die Notenbanken weiter kaufen, die Schuldenberge wachsen und das Vertrauen in Staatsanleihen bröckelt, bleibt das ein starkes Argument. Wer sein Depot gegen genau diese Risiken absichern will, findet in Royal Gold eine Alternative zum Banktresor, die zusätzlich am Wachstum des Geschäftsmodells verdient.
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