Die Aktie des US-Discount-Einzelhändlers Ross Stores notiert auf Rekordniveau. Hinter der starken Performance stehen solide Quartalszahlen und eine Welle positiver Analystenkommentare. Gleichzeitig vollzieht das Unternehmen einen geplanten Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats.
Am 31. Januar 2026 tritt Michael Balmuth als Executive Chairman zurück. Sein Nachfolger wird ab dem 1. Februar K. Gunnar Bjorklund, der bisherige Lead Independent Director. Diese Ablösung war bereits im November 2025 angekündigt worden. Im operativen Geschäft führt James Conroy seit Februar 2025 die Geschäfte als CEO und prägt laut Marktbeobachtern bereits die strategische Ausrichtung des Unternehmens.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die Finanzwelt honoriert die Entwicklung mit einer Serie optimistischer Bewertungen:
* Zacks Research stufte die Aktie am 14. Januar von „Hold“ auf „Strong Buy“ hoch.
* Barclays bekräftigte ein „Overweight“-Rating und ein Kursziel von 205 US-Dollar.
* Deutsche Bank erhöhte ihr Kursziel auf 221 US-Dollar.
Auch Wells Fargo, Evercore ISI und weitere Häuser zogen ihre Preisziele in den letzten Wochen nach oben. Der Konsens der Analysten liegt aktuell bei „Buy“. Diese Zuversicht speist sich aus den jüngsten Geschäftszahlen. Im dritten Quartal legten der Umsatz um 10 % und der Gewinn je Aktie (EPS) auf 1,58 US-Dollar zu – beides über den Erwartungen. Die Führung erhöhte daraufhin ihre Prognose für den Gesamtjahresgewinn.
Ross Stores Aktie Chart
Starke Performance, aber hohe Bewertung
Die positive Grundstimmung schlägt sich im Kurs nieder. Die Aktie erreichte am 15. Januar ein Allzeithoch von 193,79 US-Dollar und verzeichnete binnen eines Monats ein Plus von knapp 5 %. Ein Treiber ist der anhaltende „Trade-Down“-Trend, bei dem preisbewusste Kunden zu Discount-Anbietern wie Ross Stores wechseln.
Einige Beobachter sehen die starke Rally jedoch kritisch. Das Papier wird mit dem 26,9-fachen des erwarteten Gewinns gehandelt, einem Aufschlag gegenüber dem historischen Durchschnitt. Sollte sich die Konjunktur deutlich erholen und der Trend zum Discount-Shopping nachlassen, könnte dies das Wachstum und die hohe Bewertung unter Druck setzen. Zudem veräußerten Insider im vergangenen Jahr Aktien im Wert von rund 9,9 Millionen US-Dollar, ohne Gegenkäufe zu tätigen.
Der Fokus liegt nun auf der nahtlosen Übergabe des Chairman-Postens und der weiteren Umsetzung der Strategie unter CEO Conroy. Der nächste Prüfstein sind die Quartalszahlen für das am 31. Januar endende Geschäftsviertel, die voraussichtlich um den 3. März veröffentlicht werden. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,87 US-Dollar.
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