Mit einem Kursgewinn von vier Prozent zählt die Rolls Royce-Aktie am heutigen Montag zu den stärksten europäischen Aktien und steigt auf ein neues 3-Monatshoch. Was treibt den Kurs des britischen Triebwerkskonzerns nach oben?
Zwei Nachrichten geben Schub
Zentraler Kurskatalysator zum Wochenbeginn ist das am Wochenende erzielte Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran das für eine massive Erleichterungsrallye im gesamten Luftfahrtsektor sorgt. Da die Rohölpreise heute deutlich nachgeben, sinken die Treibstoffkosten für die Fluggesellschaften weltweit.
Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Langstreckenflüge (die Haupteinnahmequelle für Rolls-Royce-Wartungsverträge) im Sommer 2026 auf Rekordniveau stattfinden. Das zieht die Aktie des Triebwerksbauers am Montag automatisch mit nach oben.
Ein weiterer Kurstreiber ist zweifellos eine frische, extrem optimistische Studie der Privatbank Berenberg. Die Analysten haben die Rolls-Royce-Aktie von „Halten“ auf „Kaufen“ hochgestuft und das Kursziel deutlich auf 1.430 Pence angehoben.
Die Begründung: Rolls-Royce verzeichnete in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 ein Plus von fünf Prozent bei den Flugstunden seiner zivilen Triebwerke im Vergleich zum Vorjahr. Da Rolls-Royce zu 93 Prozent auf Großraumflugzeuge spezialisiert ist, zieht der Konzern der europäischen Konkurrenz (wie Safran oder MTU) davon.
Was für eine Rallye!
Die Rolls Royce-Aktie hat sich in den letzten Jahren extrem stark entwickelt. Innerhalb der vergangenen drei Jahre hat sich der Aktienkurs des britischen Industrieunternehmens mehr als verachtfacht. Eine Ende der Rallye scheint derzeit nicht in Sicht zu sein.
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