Der Triebwerksbauer Rolls-Royce hat eine bemerkenswerte Erholung hinter sich und steuert auf eine neue Phase der Kapitalrückführung zu. Nach Jahren der Restrukturierung unter CEO Tufan Erginbilgic winken Anlegern nun konkrete Belohnungen für ihre Geduld. Berichten zufolge plant der Konzern, begleitend zu den Jahreszahlen am Donnerstag ein massives Aktienrückkaufprogramm aufzulegen.
Strategische Kapitalmaßnahme
Wie Sky News berichtet, bereitet das Unternehmen einen Rückkauf eigener Anteile im Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Pfund vor. Sollte der Vorstand diesen Schritt am Donnerstag bestätigen, würde dies das 1-Milliarden-Pfund-Programm des Vorjahres noch übertreffen, welches den ersten Rückkauf seit 2014 markierte. Aktuell schließt das Management noch ein kleineres Interims-Programm über 200 Millionen Pfund ab, das im Januar startete. Diese Maßnahmen unterstreichen das gewachsene Vertrauen in die finanzielle Stabilität des Konzerns.
Operative Wende treibt Cashflow
Die geplante Ausschüttung ist die direkte Folge einer deutlich verbesserten Profitabilität und Cash-Generierung. Bereits im Juli hatte Rolls-Royce die Prognose angehoben: Der bereinigte Betriebsgewinn soll für das Gesamtjahr zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden Pfund liegen, der freie Cashflow wird in einer Spanne von 3,0 bis 3,1 Milliarden Pfund erwartet.
Verantwortlich für diesen Aufschwung sind vor allem die starke Nachfrage in der zivilen Luftfahrt und im Verteidigungssektor sowie erfolgreiche Restrukturierungen. Die Margen im wichtigen Wartungsgeschäft haben sich verbessert, und auch die Sparte Power Systems liefert Dynamik. Die Bilanz hat sich dadurch massiv erholt; bereits zur Jahresmitte lag die Netto-Cash-Position wieder über der Milliarden-Marke.
Kursentwicklung und Ausblick
An der Börse wird dieser Turnaround bereits honoriert. Die Aktie verzeichnet auf Sicht von zwölf Monaten ein Plus von über 105 Prozent und hat sich damit im Wert mehr als verdoppelt. Investoren setzen darauf, dass der Konzern die Zeit der pandemiebedingten Krisen endgültig hinter sich gelassen hat.
Entscheidend für die weitere Richtung wird der kommende Donnerstag sein. Anleger erwarten nicht nur die formale Bestätigung des 1,5-Milliarden-Pakets, sondern vor allem die erste konkrete Prognose für das Geschäftsjahr 2026.
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